„Unser Bauernmarkt ist ein Treffen fürs Dorf und die Umgebung im Herbst. Und wenn das Wetter so mitmacht wie heute, dann ist die Anziehungskraft so richtig groß“, freute sich Martin Bachthaler, seines Zeichens Landwirt, Vorsitzender des örtlichen „Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverband“ (BLHV) und in dieser Funktion mit Unterstützung von Schirmherrn und Bürgermeister Helmut Kima Organisator des bereits 31. Marktes in Hasel.

Zutaten für Erfolgsrezept

Die Anbieter(innen) mit attraktiven Ständen und einem regionalen, saisonalen Frische-Angebot nebst Unterhaltungsprogramm – das waren, so Martin Bachthaler am späten Nachmittag zufrieden, die Zutaten zum Erfolgsrezept der Hasler Herbstveranstaltung. Bis in den frühen Abend hinein herrschte ein reges Kommen und Gehen, ein heiteres Flair prägte die Szenerie beim und im Dreschschopf. Der in der Region gefestigte Ruf der Hasler Landwirte als mit hoher Produktqualität aufwartender Berufsstand sei mit ein Grund, dass sich der Hasler Bauernmarkt am Samstag erneut tollem Besucherzuspruch erfreute, hieß es bei den Standbetreibern ebenso wie bei den Gastronomen, die im Bewirtungstrakt des Dreschschopfs zu Gange waren, um die vielen, vielen Gäste mit Speis und Trank zu versorgen.

Auch die Kinder kamen auf ihre Kosten beim Hasler Bauernmarkt.
Auch die Kinder kamen auf ihre Kosten beim Hasler Bauernmarkt. | Bild: Ralph Lacher

Es habe sich herum gesprochen in der Region bis nach Bad Säckingen am Hochrhein und bis ins vordere Wiesental, bis Schopfheim, Steinen und Maulburg, dass in Hasel ein besonderer Bauernmarkt auf die Beine gestellt wird, sagten etwa die örtlichen Nebenerwerbs-Schnapsbrenner Frank und Corinna Lacher an ihrem Stand, an dem vom klassischen Obstwasser bis zum trendigen Gin aus lokaler Produktion auch probiert werden konnte. Die Hasler boten Brot, Honig, Gemüse, Fleisch- und Wurstwaren sowie Milchprodukte und Hochprozentiges aus Hasler Brenngeschirren im Dreschschopf. Handwerksvorführungen der Seiler Philipp, Dieter und Heinrich Stiefvater aus Schlächtenhaus und von Korbmacher Heinz Gersbacher aus Wehr und der Verkauf ihrer Produkte fand genauso Anklang wie eine kleine „Tierschau“ und die Planwagen-Kutschfahrten.

Dekoartikel und Geschenkideen

Diese kamen bei der Jungmannschaft genauso gut an wie die Betätigungsangebote bei den Kunsthandwerkern oder am Schminkstand. Bei den älteren Gästen fand das Zusatzangebot an Handarbeiten, Holzspielzeug, Dekoartikeln und saisonalen Geschenkideen an weiteren Ständen im Dreschschopf und davor viel Interesse. Während die Jungmannschaft diese Angebote rege nutzte, hatten die Eltern und Großeltern die Gelegenheit, an den Ständen im Dreschschopf und davor vorbei zu bummeln, das Gespräch mit den Erzeugern zu pflegen, etwas zu essen und zu trinken.

Frischer Apfelsaft

Manfred Geiger war mit seiner Apfelsaft-Trotte einmal mehr hoch zufrieden mit dem Bauernmarkt. „Es macht Spaß, den Leuten frischen Apfelsaft zu trotten, dabei mit ihren zu reden und auch deutlich zu machen, dass man als Landwirt, egal ob im Hauptberuf oder Nebenerwerb, eine wichtige Funktion auch für die Landschaft hierzulande hat“, sagte Geiger. Er erinnerte damit letztlich auch an den Ursprung der Veranstaltung: der damals neue Bürgermeister Helmut Kima initierte bewusst, um eben die Bedeutung der Landwirtschaft in Dorf und Region zu verdeutlichen, 1999 den ersten Bauernmarkt. Daraus wurde eine Tradition, an der man, so sagte Organisator Martin Bachthaler abschließend, sicher festhalten wird.