Der Urlaub im Wohnmobil wird immer beliebter, die Corona-Krise hat nun aber einen regelrechten Boom ausgelöst. Davon kann man auch in Bernau, Höchenschwand und Menzenschwand ein Lied singen: Die Zahl der Übernachtungen in diesem Jahr stieg deutlich an, die Plätze in Bernau und Höchenschwand wurden von den beiden Kommunen sogar erweitert. Und auch der Ende August eröffnete Wohnmobilstellplatz in Häusern ist inzwischen überaus beliebt.

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Der Urlaub im rollenden „Eigenheim“, in dem man weitgehend autark ist, gewann angesichts der Corona-Pandemie noch stärker an Bedeutung. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Übernachtungszahlen auf den Wohnmobilstellplätzen in der Region St. Blasien wider.

  • Bernau: Mit rund 3440 hat sich die Zahl der Übernachtungen auf dem Wohnmobilstellplatz in Bernau in etwa verdoppelt, sagte der Leiter der Touristinformation, Werner Baur. Allerdings gilt es dabei, die Erweiterung des Platzes von 18 auf 32 Stellplätze zu berücksichtigen. Und noch ein weiterer Trend konnte in der Gemeinde Bernau beobachtet werden: Vermehrt haben Gäste aus dem Ausland, unter anderem der Schweiz, Luxemburg, Liechtenstein, Frankreich, Großbritannien, Spanien und Tschechien, den Wohnmobilstellplatz aufgesucht, berichtet Baur.
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Nachdem die Nachfrage zu Beginn der Pandemie zunächst gering war, stieg sie dann ab Juni rapide, sodass man sich zur Erweiterung des Platzes veranlasst sah, auch eine weitere Stromsäule wurde installiert, so der Tourismuschef. Eingeführt wurde eine Stellplatzgebühr und die Kontrolle. Zweimal täglich, auch an Wochenenden, werde der Platz kontrolliert, was sehr personalintensiv sei, so Werner Baur weiter.

  • Höchenschwand: Auch der Wohnmobilstellplatz im Höchenschwand wurde zum 1. August um sieben auf 20 Stellplätze erweitert. Schon früher habe es derartige Überlegungen gegeben, aber nun sei angesichts der steigenden Nachfrage der richtige Zeitpunkt für die Erweiterung gewesen, sagte Anna Gretler von der Touristinformation. Zusätzlich zu den Toiletten wurden auch Duschen installiert. In Hinblick auf Corona wurden die Reinigungsintervalle der sanitären Anlage verkürzt, fuhr sie fort. Genaue Übernachtungszahlen aus Höchenschwand liegen derzeit noch nicht vor, die Gemeinde hat aber eine deutlich steigende Auslastung verzeichnet.
  • Menzenschwand: Auch in Menzenschwand liegen die Übernachtungszahlen vor Ende der Saison am 31. Oktober noch nicht vor. Auch er habe aber einen deutlichen Zuwachs dokumentiert, sagte Ortsvorsteher Joachim Gfrörer. Anfangs kamen die Nutzer ausschließlich aus dem eigenen Land, nach der Grenzöffnung suchten auch wieder ausländische Nutzer, insbesondere aus der Schweiz, Italien und Frankreich, den Stellplatz im Geißental auf. Dass der Anteil ausländischer Nutzer im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen ist, konnte Gfrörer nicht beobachten, er liege nach wie vor bei rund 30 Prozent. Um dem steigenden Bedarf Rechnung zu tragen, wurden in der Mitte des kreisförmigen Platzes fünf Standbyplätze für eine Nacht ausgewiesen, um den Wohnmobilisten die Gelegenheit zu geben, am nächsten Tag einen freiwerdenden Stellplatz zu belegen.
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  • Häusern: Im August ging die Gemeinde Häusern mit ihrem Wohnmobilstellplatz an den Start. Beworben habe man den Platz nicht, auf ihn weise lediglich ein Schild an der B 500 hin, sagte Bürgermeister Thomas Kaiser. Bereits eine halbe Stunde nach dem Aufstellen des Schildes habe man den ersten Gast begrüßen können, fuhr er fort und zeigte sich überrascht über die gute Resonanz: 64 Anreisen wurden in den ersten zwei Monaten verzeichnet.

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