Schon seit Längerem ist die Sanierung des Bildackerwegs ein Thema, nun will man das Projekt angehen. In der jüngsten Gemeinderatssitzung hat das Gremium die Beantragung von Mitteln aus dem Ausgleichsstock beschlossen, nachdem Planer Ralf Mülhaupt den Vorentwurf für die Sanierung vorgestellt und die Kosten auf knapp 1,4 Millionen Euro beziffert hatte.

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Die Sanierung des Bildackerwegs hat man nicht nur im Hinblick auf den schlechten Zustand und die teilweise fehlende Entwässerung in den Fokus genommen, sondern auch bezüglich des ins Auge gefassten Aufbaus eines Nahwärmenetzes und des Anschlusses des Gewerbegebietes Oberlehen an das öffentliche Kanalnetz, erklärte Ralf Mülhaupt.

Der Zustand

Angesichts der geplanten Lage der Nahwärmezentrale im Gewann Bildacker werde der Bildackerweg sicher eine der ersten Straßen sein, die „aufgebuddelt“ würden, hatte Bürgermeister Thomas Kaiser zuvor gesagt. Mühlhaupt beschrieb nicht nur den Straßenzustand als schlecht, die Wasserführung sei zudem nicht in allen Bereichen gewährleistet und die Randeinfassungen fehlten entweder komplett oder seien beschädigt. Der Schmutzwasserkanal sei ebenfalls in einem schlechten Zustand, so der Planer weiter, weshalb er eine TV-Kanaluntersuchung empfahl. Um eine Erneuerung werde die Gemeinde wohl nicht umhinkommen.

Der Planungsentwurf sieht eine Fahrbahnbreite von 4,75 Metern vor, was einen Begegnungsverkehr zwischen zwei Autos ermöglicht. Geplant ist ferner ein Vollausbau ohne Einbauten zur Verkehrsberuhigung sowie eine Ausführung ohne Gehweg. Mülhaupt regte an, die Trinkwasserleitung der Gemeinde und die diese kreuzende Leitung der Gruppenwasserversorgung Höchenschwanderberg zusammenzulegen und eine gemeinsame Leitung entsprechend größer zu dimensionieren. Für die Realisierung der vorgesehenen Maßnahmen sei ein geringfügiger Zukauf von Privatgelände erforderlich, zeigte der Planer weiter auf.

Die Kosten

Die erste Kostenschätzung von Mülhaupt weist für den Straßenbau Kosten in Höhe rund 689.000 Euro aus. Dazu gehören unter anderem die reinen Kosten für den Straßenbau in Höhe von 470.000 Euro, Nebenkosten (Gutachten, Ingenieurvermessung, Planung, Bauüberwachung) in Höhe von 94.000 Euro und Grunderwerb (15.000 Euro). Die geschätzten Kosten für die Ver- und Entsorgung liegen bei rund 681.000 Euro – Trennsystem Schmutzwasser/Regenwasser: 310.000 Euro, Trinkwasser (Erneuerung Netzleitung): 141.000 Euro, Leerrohre Breitband: 26.000 Euro, Nebenkosten: 95.400 Euro sowie weitere Kosten. Die Kostenschätzung enthält keine Baugrundgutachten. Aufgrund der aktuellen Situation zeigte sich Mülhaupt, wie er sagte, positiv gestimmt, dass man die Kosten werde einhalten können, man eher noch darunter liege.

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In Hinblick auf die von Mülhaupt angesprochene Verlegung von Leerrohren für die Breitbandversorgung erklärte Peter Schmidt, wenn man über Leerrohre nachdenke, müsse auch eine Masterplanung her. Deren Kosten bezifferte der Bürgermeister auf 30.000 bis 50.000 Euro.