Die elfjährige Carolina aus Küssaberg hatte beim Kinderimpftag im Mini-Kreisimpfzentrum (Mini-KIZ) in Häusern ihre erste Impfung schon hinter sich. Schlimm sei es nicht gewesen und sie habe auch keine Angst vor der Impfung, erzählte sie. Für ihre Mutter war klar, Carolina und ihren älteren Bruder, der seine Impfung bereits erhalten hat, immunisieren zu lassen. Sie habe das ausführlich mit ihren Kindern besprochen und diese seien mit der Impfung einverstanden, sagte sie.

„Es ist das Beste“, zeigten sich die Eltern von Simon (7) und Marco (6) überzeugt. Sie waren aus Hinterzarten nach Häusern gekommen, in Freiburg hätte man einen Termin erst im April bekommen, berichtet der Vater. Und das Impfprozedere ließen die beiden Jungen ebenfalls mutig über sich ergehen. Von der Impfärztin erfuhren die Familien dann auf Nachfrage noch einiges über mögliche Nebenwirkungen des Impfstoffs.

Wie eine Impfung in Häusern abläuft, kennt die Mutter der fünfjährigen Emily aus eigener Erfahrung, sie war bereits zum Boostern aus Todtnau gekommen. Bedenken hatten sie nicht, sagten die Eltern von Carolina, Simon, Marco und Emily übereinstimmend.

Meist gut informiert

Der Kinderimpftag in der vergangenen Woche im Mini-Kreisimpfzentrum war bereits der zweite Kinderimpftag in Häusern. Der erste hatte am 21. Dezember stattgefunden. Beide Impftage seien sehr gut angenommen worden, jeweils 63 Kinder unter zwölf Jahren seien an den beiden Tagen geimpft worden, erklärt Susanne Heim. Sie leitet im Landratsamt das Amt für Kultur, Archivwesen und Öffentlichkeitsarbeit. „Die Eltern, die das Angebot wahrnehmen, haben sich im Vorfeld mit dem Thema auseinandergesetzt und kommen in der Regel sehr gut informiert zum Impfterm“, sagt sie. Der Aufklärungsbedarf sei dementsprechend eher gering.

Die Nachfrage nach Impfterminen für Kinder sei weiterhin groß. Wie Susanna Heim berichtet, sind bei den Impfterminen in Häusern jeweils zwei Ärzte gleichzeitig im Einsatz. Je nach Verfügbarkeit werde ein Kinderarzt eingesetzt. Auf jeden Fall seien Ärzte im Einsatz, die den Umgang und auch die Impfung von Kindern gewohnt sind. „Viele der Ärzte, die in unseren Impfteams mitarbeiten, sind Hausärzte und haben viel Erfahrung mit Kindern“, teilt die Pressesprecherin des Landratsamts Waldshut mit.