Der Kindergartenbesuch wird für die Eltern der unter dreijährigen Kinder zum neuen Kindergartenjahr teurer. Eine weitere Erhöhung des Elternbeitrages hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen: Ab dem 1. Januar 2021 müssen sie noch einmal tiefer in die Tasche greifen. Über die Einführung des württembergischen Gebührenmodells will das Gremium im kommenden Jahr beraten.

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Die Gebühren steigen nach dem Beschluss vom Montag auf 248 für das erste und auf 216 Euro für das zweite Kind unter drei Jahren. Die Kindergartengebühren sind ein Thema, das den Gemeinderat immer wieder beschäftigt. Im vergangenen Jahr wurde eine Erhöhung der Gebühren für Kinder unter drei Jahren auf 230 Euro für das erste Kind und auf 200 Euro für das zweite Kind einer Familie, das den Kindergarten gleichzeitig besucht, zum 1. September 2020 beschlossen. Für Kinder über drei Jahren bleiben die Elternbeiträge wie bisher bei 95 Euro für das erste und 51 Euro für das zweite Kind.

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Seit langem liegen die Beiträge in Häusern unter den Empfehlungen der kirchlichen Landesverbände sowie der Vertreter des Gemeinde- und Städtetages Baden-Württemberg, sagte Bürgermeister Thomas Kaiser. In Hinblick auf den Umbau des Kindergartens sei man mit Gebührenerhöhungen in den vergangenen Jahren zurückhaltend gewesen. Es gelte aber zu bedenken, dass bei Entscheidungen über Mittel aus dem Ausgleichsstock auch die Frage, ob die Gemeinde ihre eigenen Einnahmequellen in voller Höhe ausschöpfe, eine Rolle spiele, erläuterte Kaiser. Deshalb regte er eine nochmalige Erhöhung der Elternbeiträge für Kinder unter drei Jahren auf 248 Euro für das erste Kind und auf 216 Euro für das zweite Kind einer Familie, dass den Kindergarten gleichzeitig besucht, zum 1. Januar 2021 an. Die Gebühren für Kinder über drei Jahre, sollten stabil bleiben, sagte er.

Peter Schmidt konnte sich mit dem Vorschlag des Bürgermeisters nicht anfreunden, er sprach sich für eine Erhöhung auf 248 Euro beziehungsweise 216 Euro bereits zum 1. September aus. In Häusern hinke man meilenweit hinter den empfohlenen Elternbeiträgen hinterher, so seine Begründung. Wegen Corona trügen die Familien eine große Last, man wisse nicht, wie lange dies so weitergehe, sagte dagegen Sabine Gruhn und machte sich für die Erhöhung erst zum Januar 2021 stark. Es gelte aber, die Anpassung an die Richtsätze im Auge zu behalten, im Moment sei aber nicht die Zeit, durchzugreifen. Die Gemeinderätin zeigte sich zuversichtlich, innerhalb der nächste vier Jahre an die Richtsätze heranzukommen. Das Gremium entschied sich letztlich dafür, wie von der Gemeindeverwaltung vorgeschlagen, die Gebühren erst zum 1. Januar 2021 auf 248 und 216 Euro zu erhöhen, fünf Räte stimmten für diesen Vorschlag, drei sprachen sich für eine entsprechende Gebührenerhöhung bereits zum 1. September dieses Jahres aus.

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