Die Nachfrage nach Baugrundstücken ist in Häusern nach wie vor groß. Dem wird nun Rechnung getragen durch die Ausweisung eines neuen Baugebiets. In der jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat bei einer Gegenstimme die Aufstellung des Bebauungsplanes und der örtlichen Bauvorschriften „Abendweide II“ beschlossen. Rund 20 neue Bauplätze sollen anschließend an das Baugebiet „Abendweide/Auf den Mauren“ ausgewiesen werden.

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Bereits vor einigen Jahren wurde, um dem hohen Bedarf an Baugrundstücken Rechnung zu tragen, das Baugebiet „Abendweide/Auf den Mauren“ ausgeweisen, die Baugrundstücke wurden 2018 veräußert. Die Nachfrage nach Baugrundstücken hält indes an, 40 Bauwillige haben inzwischen ihr Interessen an einem Bauplatz in der Gemeinde Häusern angemeldet, sagte Bürgermeister Thomas Kaiser in der Sitzung.

Der Grunderwerb

Im Anschluss an das Baugebiet „Abendweide/Auf den Mauren“ sollen nun auf einer Fläche von knapp 1,6 Hektar rund 20 neue Baugrundstücke ausgewiesen werden. Die Gemeinde ist Eigentümerin von 95 Prozent der Flächen, für deren Erwerb zwischen 600.000 und 700.000 Euro aufgewendet wurden, erklärte der Rathauschef Thomas Kaiser. Was die übrigen Flächen betreffe, hätten die Grundstückseigentümer ihre Mitwirkungsabsicht erklärt, fuhr er fort.

Die Erschließung

Die Planungen stellte Till Fleischer vom Büro GeoPlan vor. Das geplante Baugebiet soll an die bestehende Bebauung anschließen, die Erschließungsstraßen des bestehenden Baugebietes im neuen Baugebiet weitergeführt und zu einer Ringstraße geschlossen werden. Bloß am nördlichen Ende des Baugebiets endet die Erschließung, betroffen sein werden voraussichtlich vier Grundstücke. Die Erschließung könne dennoch gesichert werden, so Fleischer. Eine Wendeplatte sei nicht geplant, denn diese würde einen ganzen Bauplatz kosten, erläuterte der Planer.

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Er zeigte ferner die weitere städtebauliche Entwicklungsmöglichkeit durch ein Baugebiet „Abendweide III“ auf. Betreffend den Zeitplan, ergänzte Bürgermeister Thomas Kaiser, mit der Vergabe der Grundstücke könne im Herbst 2021 gerechnet werden. Dem Wunsch von Peter Schmidt, sich zunächst über den restlichen Grunderwerb Gedanken zu machen, bevor man in die konkrete Planung einsteige, wurde nicht Rechnung getragen. Es sei kein Problem, gegebenenfalls Grundstücke aus der Planung herauszunehmen, hatte der Rathauschef dem entgegengehalten und zudem darauf hingewiesen, dass die Grundstücke auch anders als bislang vorgesehen angeordnet werden könnten. Dies müsse im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens entschieden werden. Bei einer Gegenstimme sprach sich das Gremium für die Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplanes aus.