Bereits mehrfach ist die Änderung des Bebauungsplanes „Bachmatt-Bärensteig Ost“ auf der Tagesordnung des Gemeinderats Häusern gestanden, mit der die Errichtung von drei Reihenhäusern südöstlich der Gaststätte „Dorfkrug“ ermöglicht werden soll. In seiner jüngsten Sitzung hat das Gremium den Änderungsentwurf gebilligt, den Georg Kunz vom Büro Galaplan vorgestellt hatte, und erteilte einen entsprechenden Planungsauftrag.

Die Bebauungsplanänderung ist demnach erforderlich, da das ursprünglich vorgesehene Baufenster von 150 Quadratmetern zu klein für das geplante Bauvorhaben ist. Daher soll die überbaubare Fläche auf 400 Quadratmeter vergrößert werden, erläuterte Kunz in Vertretung des verhinderten Planers Till O. Fleischer (Büro Geoplan). Zudem sollen Trauf- und Firsthöhe erhöht werden.

Garten- und Landschaftsplaner Georg Kunz hatte die Umweltbelange unter die Lupe genommen. Eine Kompensation der Eingriffe sei nicht erforderlich, sagte er. Das „ortsbildende Feldgehölz“ auf dem Grundstück soll durch eine Pflanzbindung erhalten bleiben, ein standortgerechter, hochstämmiger und heimischer Baum ist zu pflanzen. Aus artenschutzrechtlicher Sicht steht dem Bauvorhaben nach einer vorläufigen Einschätzung nichts entgegen, es stehen aber noch Kartierungen aus, so Kunz.

Sabine Gruhn äußerte Bedenken gegen eine, wie sie sagte, derartige Nachverdichtung, „neun Meter Traufhöhe sind ein Wort“. Die Gemeinderätin befürchtet, dass sich die geplanten Reihenhäuser von der Höhe her nicht in die umgebende Bebauung einfügen könnten. Rainer Schwinkendorf wies darauf hin, dass jedes Haus in der Umgebung eine Traufhöhe von neun Metern aufweise. Gruhn machte indes deutlich, dass sich ihre Bedenken auf die Hanglage des Grundstücks beziehen und die Frage, von welchem Punkt aus die Traufhöhe gemessen wird. Diesen Bedenken werde Rechnung getragen, sagte Bürgermeister Thomas Kaiser zu, der Planer werde sich damit befassen.

Bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung billigte der Gemeinderat den Änderungsentwurf und erteilte dem Büro Geoplan den Planungsauftrag. Die Kosten in Höhe von rund 14.300 Euro übernimmt der Bauherr. In dieser Summe sind die Kosten für die arten- und naturschutzrechtliche Prüfung enthalten, die das Baurechtsamt dringend empfohlen habe, erklärte Bürgermeister Thomas Kaiser.

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