Zugunsten der Nothilfe für ukrainische Menschen (Csilla von Boeselager Stiftung) hat die Trachtenkapelle Häusern nach der langen Corona-Pause ein Benefizkonzert zum Muttertag in der Kur- und Sporthalle gegeben. Die Musiker verstanden es, unter der Leitung von Ehrendirigent Thomas Villinger ein Programm zu bieten, das überreizte Gedanken zur Ruhe kommen ließ.

Akustische Würze, Heiterkeit und Gelassenheit und stellenweise Dramatik – das alles boten die Polkas, Märsche und Opern-Ausschnitte an diesem Abend. Das Publikum klatschte begeistert. Fast zwei Stunden kamen die Zuhörer in den Genuss eines mitreißenden Klangs, gepaart mit atemberaubendem Tempo und großartigem Volumen.

Kurz ging die Vereinsvorsitzende Nadine Zumkeller in ihrer Begrüßung auf die wegen der Corona-Pandemie zurückliegenden zwei schwierigen Jahre ein. Man habe viele Herausforderungen meistern müssen, sagte sie, die selten mit dem Musizieren zu tun gehabt hätten. Und jetzt sei das Geschehen in der Ukraine ständig präsent. „Für die meisten von uns schwer vorstellbar“, sagte sie. Schnell habe man sich entschlossen, dass man den Menschen dort helfen wolle und aus diesem Grund zu diesem Benefizkonzert eingeladen.

Die Stücke

Informatives zu den jeweiligen Stücken hatten Saskia Neisser und Anna Kaiser zu berichten. Der Hörgenuss begann mit „My Girl“ von The Temptations, setzte sich fort mit dem legendären Evergreen „Chariots Of Fire“ von Vangelis als zeitloses Meisterwerk – etliche weitere Stücke hatten die Musiker für den Abend einstudiert. Eindrücklich und energiegeladen, erhaben, spielerisch und auch dunkel und tragisch waren die dargebotenen Klänge. Gewaltige Crescendi ließen den Zuhörern Schauer über den Rücken ziehen. Ausgewählt hatte Thomas Villinger Stücke unter anderem von Martin Scharnagl, Alexander Maurer, Georg Schlunegger und Markus Radiske.

Nach einem unterhaltsamen Programm, zwei Zugaben eingeschlossen, feierten die Gäste im Kur- und Sporthaus die Musiker und füllten das Kässchen am Ausgang mit Spenden für die Ukraine-Hilfe. Dankbar darüber und auch über die herzliche Aufnahme bei Familie Nuber äußerte sich Daria Marianova aus der Ukraine, die mit ihrer Mutter Tatjana seit mehr als zwei Wochen dort wohnt.