Anders als in anderen Gemeinden im Landkreis Waldshut sollen in Häusern auch in diesem Jahr schwarze Zahlen geschrieben werden. Der Haushaltsplanentwurf für das laufende Jahr, den Rechnungsamtsleiter Martin Maurer und Bürgermeister Thomas Kaiser in der jüngsten öffentlichen Gemeinderatssitzung vorstellten, sieht ein Gesamtergebnis von rund 23.000 Euro vor. Angesichts der großen Vorhaben wird die Verschuldung allerdings deutlich steigen.

Das Jahr 2020 war trotz der Coronavirus-Krise kein schlechtes Jahr, sagte Bürgermeister Thomas Kaiser rückblickend. Und auch in diesem Jahr soll es kein Defizit geben. In diesem Jahr sollen, nachdem die Gemeinde Häusern im Vorjahr kaum Vorhaben realisiert hatte, stattliche Summen in die Hand genommen werden, wie es Bürgermeister Thomas Kaiser formulierte.

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Gemeinderätin Monika Schwinkendorf monierte, dass in Sachen anstehende Projekte kein längerfristiges Konzept existiere. Eine regelmäßig zu erneuernde Gesamtkonzeption sei wichtig, sagte sie. Ein Plan, der abgearbeitet werden könne, wäre ideal, gab Sabine Gruhn ihrer Gemeinderatskollegin grundsätzlich Recht.

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Aber: Es könne erfahrungsgemäß immer wieder vorkommen, dass die erarbeitete To-do-Liste angesichts von neuen Entwicklungen auf den Kopf gestellt werde, gab sie zu bedenken. Daher gelte es, Probleme zu erkennen und Abhilfe zu schaffen. Man sehe zu, dass kommunale Aufgaben erfüllt werden könnten, ergänzte Bürgermeister Thomas Kaiser. Wenn neue Themen dazukämen, gelte es, sich mit diesen auseinanderzusetzen.

Der allgemeine Haushalt

Der Haushaltsentwurf von Kämmerer Martin Maurer weist mit rund 23.000 Euro ein positives Gesamtergebnis aus. Dabei stehen Einnahmen in Höhe von rund 3,33 Millionen Euro Ausgaben in Höhe von rund 3,30 Millionen Euro gegenüber. Nicht zuletzt aufgrund eines Rückgangs der Einwohnerzahl um 30 auf 1283 wird der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer von 794.000 Euro im Vorjahr auf 727.500 in 2021 sinken. Auch die Schlüsselzuweisungen vom Land liegen mit 544.000 Euro unter denen des Vorjahres. Bei den Einnahmen aus der Gewerbesteuer rechnet Maurer wie auch schon im Vorjahr mit 350.000 Euro.

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Steigen werden dagegen unter anderem die Entgelte für öffentliche Leistungen oder Einrichtungen. Auf der Ausgabenseite schlagen insbesondere die Personalkosten mit rund 1,13 Millionen Euro (Vorjahr rund 1,11 Millionen Euro) und Transferaufwendungen mit 994.000 Euro zu Buche.

Die Investitionen

Verschoben hatte die Gemeinde im Jahr 2020 die Teilsanierung des Albtalweges (335.000 Euro) und den Anschluss des Gewerbegebietes „Oberlehen“ an das öffentliche Kanalnetz (280.000 Euro). Diese Maßnahmen müsse man in diesem Jahr angehen, da ansonsten Zuschüsse verloren gingen, erklärte Rathauschef Thomas Kaiser.

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Die Sanierung des Bildackerwegs (Straßenbau: 560.000 Euro, Kanalbau: 370.000 Euro) will die Kommune ebenfalls in Angriff nehmen. Darüber hinaus ist die Erweiterung des Baugebiets „Abendweide“ geplant. Für den Erwerb von Grundstücken sind 100.000 Euro, für Straßenbau 800.000 Euro und den Kanalbau 500.000 Euro vorgesehen. Für die Ausstattung der Feuerwehr mit Digitalfunk weist der Planentwurf 7000 Euro aus, für die Ausstattung des Gemeindebauhofes mit neuen Geräten 30.000 Euro.

Die Haushaltssatzung wird der Gemeinderat in der öffentlichen Sitzung am Montag, 25. Januar, verabschieden.