Für jene, für die sportliche Leistungsfähigkeit wichtig ist, ist das Deutsche Sportabzeichen eine adäquate Herausforderung. Erneut hat auch in St. Blasien eine Sportabzeichensaison begonnen: Bis Ende August bietet der SV Häusern in Kooperation mit den Sportvereinen Höchenschwand und St. Blasien für alle Freunde des Deutschen Sportabzeichens jeden Montag ab 19 Uhr im Helmut-Hofmann-Stadion die Möglichkeit des Trainings an.

„Jeder ist willkommen, auch wer kein Mitglied des Sportvereins ist“, sagt Hansjörg Holzer, der hier federführend ist. Gleichgültig, ob es den Teilnehmern des Deutschen Sportabzeichens zu Bronze, Silber oder Gold reicht – eine großartige Leistung ist der Einsatz auf jeden Fall. DieZahlen sprechen auch bei Holzer für sich: In diesem Jahr wird er zum 38. Mal das Deutsche Sportabzeichen in Folge ablegen, manchmal war es Gold, manchmal Silber oder auch Bronze. Es sei für ihn eine persönliche Bestätigung, sagt er.

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Mit seinen 75 Jahren beweist er, dass Fitness alle Hürden des Alters nehmen kann. Neben seinem sportlichen Talent, ist er durch die Lizenz des Deutschen Sportbundes (DSB) autorisiert, in den verschiedenen Rubriken Leichtathletik, Schwimmen und Radfahren zu prüfen.

„Das Deutsche Sportabzeichen bringt die Menschen zusammen, den Opa und den Enkel sowie den alteingesessenen Bürger mit dem, der aus einem anderen Ort kommt“, sagen Joseph Behringer und Hubert Andris.

Voller Begeisterung für den Sport sind die neun Teilnehmer: Die 27-jährige Nora Andris, Übungsleiterin und Abteilungsleiterin Freizeitsport beim SV Häusern, leitet das Aufwärmen an. „Rechtes Bein ein Schritt vor und schieben“, erklärt sie. Knie bis zur Fußspitze. Danach wird im Helmut-Hofmann-Stadion in St. Blasien wohin man auch blickt geworfen, gesprungen oder gelaufen. Eine Läuferin hat sich an diesem Trainingstag beispielsweise für das Trainieren auf der 3000-Meter-Strecke entschieden.

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Voriges Jahr waren es insgesamt 21 Teilnehmer. „Dieses Jahr sind es nicht so viel, möglicherweise wegen Corona“, bedauert Holzer. Wer Sport in sein Leben, in seinen Alltag integriert, hält sich fit und gesund, kann Freude am Sport und der Gemeinschaft mit Gleichgesinnten erleben, ist Holzer überzeugt.

Das Deutsche Sportabzeichen sei für Sportler jeden Alters ein toller breitensportlicher Leistungstest. Ziel, aber nicht zwingend sei es, nicht nur jedes Jahr wiederholt das Sportabzeichen abzulegen, sondern das individuelle Leistungsniveau (Bronze, Silber, Gold) möglicherweise zu halten oder gar zu verbessern.

Der Grundgedanke ist der, dass engagierte Sportler auf jeden Fall das Abzeichen in Bronze erhalten können, gut Trainierte können Silber schaffen. Wer sich das Abzeichen in Gold zum Ziel gesetzt hat, muss entsprechend trainiert, talentiert und sportlich sein, sagt Holzer. Das Deutsche Sportabzeichen sei eine angesehene Auszeichnung außerhalb des Wettkampfsports des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und einmalig durch seine Vielseitigkeit.

Die zu erbringenden Leistungen orientieren sich an den motorischen Grundfähigkeiten Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination, ergänzen Joseph Behringer und Hubert Andris. Man benötige aus den vier Disziplingruppen jeweils eine Übung, um die Anforderungen zu erfüllen. Zur Disziplin Ausdauer beispielsweise gehören entweder der 3000-Meter Lauf, siebeneinhalb Kilometer Walking, 400 Meter Schwimmen oder 20 Kilometer Radfahren. Und je edler die Medaille sein soll, umso besser müsse die Zeit sein.

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