Der immer schneller fortschreitende Klimawandel ist ein Thema, das weltweit beschäftigt. Mit einem Nahwärmenetz will man in Häusern einen Beitrag zur Energiewende leisten. Nach langer Planung nehmen die Arbeiten nun Gestalt an, es erfolgte der erste Spatenstich für den Bau der Nahwärmezentrale in Beisein von Bürgermeister Thomas Kaiser, Landrat Martin Kistler, Bene Müller von der Firma Solarcomplex und vielen anderen. „Was investiert wird, ist ein großer Beitrag zur Energiewendende, die wir in der kleinen Gemeinde Häusern gemeinsam angehen wollen“, sagte Bürgermeister Thomas Kaiser und ließ keinen Zweifel daran, dass man in der Kommune bereit sei, viel zum Kampf gegen den Klimawandel beizutragen.

Er nannte insoweit auch die Windenergieanlagen auf dem Gießbacher Kopf und die Photovoltaikanlagen im Ort. Vonseiten der Gemeindeverwaltung und des Gemeinderats könne man aktiv sein, aber man müsse auch immer Glück haben, fuhr er im Hinblick auf die Firma Stiegeler fort, dank deren Kooperation mit der Firma Solarcomplex und der Gemeinde nun auch ein Breitbandnetz realisiert werden kann. Unter dem Gelächter der Versammelten versprach der Rathauschef mit einem kleinen Seitenhieb auf die Insolvenz der Firma Stark Energies: „Wir werden keinen Konkurs machen.“

„Der Spatenstich steht für Aufbruch und Fortschritt“, sagte Landrat Martin Kistler. Um klimaneutral zu werden, sei man so stark gefordert wie nie zuvor, fuhr er fort, die Klimaneutralität sei eines der zentralen Themen im Landkreis Waldshut. Und in dieser Hinsicht sei Häusern ein Hotspot im Kreis. Es werde größter Anstrengungen bedürfen, um die Klimaziele der Politik zu erreichen. Aber: „Wer, wenn nicht wir Schwarzwälder, können die Dinge angehen und Steine aus dem Weg räumen“, fragte der Landrat rhetorisch. Und noch eines machte er deutlich: „Aus der Herausforderung muss eine Chance für die Region wachsen.“ Zum Thema Glück hatte Kistler eine etwas andere Meinung als Kaiser: Das Glück komme zu demjenigen, der dafür arbeite. Es gelte, dem Glück eine Chance zu geben, und das habe man in Häusern getan, stellte er anerkennend fest.

Einen Blick in die Zukunft wagte Bene Müller. Zwei aufregende Jahre stünden an, in denen es gelte, alles zu koordinieren. Kurzfristig gesehen sei das eine große Herausforderung, in der langfristigen Betrachtung werde man in Häusern etwas geschafft haben, was andere Gemeinden noch vor sich hätten – einen Beitrag zur Energiewende und ein Gemeinschaftswerk mit vielen Beteiligten. Im Anschluss an die Ansprachen griffen Landrat, Bürgermeister, Gemeinderäte, Planer sowie Vertreter der beteiligten Firmen und Banken zu den Spaten, um symbolisch den Startschuss für den Bau der Nahwärmezentrale zu geben.