Bunt, unterhaltsam und informativ – so hat der Heimatverein Häusern die Gründung des Vereins vor 40 Jahren am Samstagabend im gut besuchten Kur- und Sporthaus gefeiert. Musik, Tanz und Rückblicke auf die Vereinsgeschichte gaben Einblicke in die Brauchtumspflege nicht nur in Häusern. In diesem Rahmen wurden zudem zwei langjährige Aktive geehrt. „Der Heimatverein kann mit Freude und Stolz auf 40 Jahre zurückblicken“, sagte Bürgermeister Thomas Kaiser.

Viel Lob für Heimatverein

Die Pflege des Brauchtums funktioniere in der Gemeinde hervorragend und präge das öffentliche und gesellschaftliche Leben mit, sagte er. Der Heimatverein präsentiere sich in hervorragender Weise, stellte Alfred Vonarb, Präsident des „Bundes Heimat und Volksleben“ anerkennend fest. In den nächsten Jahren werde das Thema Heimat eine immer größere Rolle spielen, so Vonarb mit Blick auf die im Land lebenden Geflüchteten. Er nutzte die Gelegenheit, Herbert Ganzmann und Johannes Sebulke die Silberne Ehrennadel des Verbandes für über 20-jährige Mitgliedschaft zu überreichen.

Rückblick auf vier Jahrzehnte

Michael Herr, Vorsitzender des Sportvereins und Vertreter der örtlichen Verein, lobte das gute Miteinander der Vereine im Ort. Das zeige sich unter anderem bei gemeinsamen Auftritten. In einem Vortrag blickte die Vorsitzende des Heimatvereins, Hedwig Kaiser, auf die vergangenen vier Jahrzehnte zurück. In Bildern ließ Johannes Sebulke die Vereinsgeschichte Revue passieren. „Viel erlebt“ habe man in den 40 Jahren. Über einige Ereignisse berichteten Elisabeth Popiolek und Regina Striebeck in humorvoller Weise. Da konnte man erfahren, dass man die beiden Herberts des Verein ganz einfach auseinanderhalten (der eine mit und der andere ohne Haare) könne. Und dann war da noch die Geschichte von dem Gebiss eines Vereinsmitglieds, das sich in einem vollen Weinglas fand. „Ich dachte, dafür gibt es Kukident“, sagte Elisabeth Popiolek unter dem Gelächter der Zuschauer.

Geburtstagswalzer

Den Abend hatte die Kindertanzgruppe, zu der auch ein syrisches Mädchen gehört, mit einem flotten Tanz eröffnet. Einen Geburtstagswalzer zeigte die Tanzgruppe Häusern-Todtmoos gemeinsam mit Tänzern der befreundeten Vereine aus Bernau, Menzenschwand, Berau und Amrigschwand-Tiefenhäusern. Ein besondere Augenschmaus war die von der Tanzgruppe Häusern gezeigte Sternpolka mit Blumengebinden, die im Laufe des Tanzes mehrfach zu Sternen geformt wurden.

Sterne aus Blumengebinden bildeten die Häuserner Tänzer bei der Sternpolka.
Sterne aus Blumengebinden bildeten die Häuserner Tänzer bei der Sternpolka.

Der Kirchenchor Häusern brachte dem „Jubilar“ ein Ständchen dar und auch der Jodlerclub Heimelig aus Reiden in der Schweiz ließ es sich nicht nehmen, die Feier mitzugestalten. Bei einem Geburtstagsfest dürfen natürlich auch die Geschenke nicht fehlen.

Schweizer bringen Überraschung mit

Etwas Besondere hatte sich die Jodlergruppe „Bärgröseli“ ausgedacht. Die Schweizer hatten nicht etwa Schoki, Uhren oder Schwarzgeld mitgebracht, sie überreichten vielmehr einen großen Laib eines besonderen Schweizer Käse. 1981 hatte der Vorarlberger Erich Nachbaur das Heimatlied „Komm mit nach Häusern“ geschrieben und der Gemeinde gewidmet.

Zur Feier war auch er angereist und gemeinsam beschlossen Heimatverein, Kirchenchor und Zuschauer mit dem Heimatlied, von ihm mit der Gitarre begleitet, den Programmteil. Schluss war damit aber noch lange, denn die Haslach Hallodris, die auch zuvor immer wieder zu hören gewesen waren, spielten zum Tanz auf.