Häusern Offizielle Eröffnung der Tagespflege in Häusern

Mit mit einem Tag der offenen Tür wird die Tagespflege in St. Blasien offiziell seiner Bestimmung übergeben. Bürgermeister Thomas Kaiser lässt den nicht immer einfachen Weg von dem Beginn der Planung bis zur Einweihung Revue passieren.

Vor wenigen Tagen konnten die ersten Gäste in der Tagespflege begrüßt werden, nun wurde die Einrichtung im Rahmen eines Tages der offenen Tür offiziell ihrer Bestimmung übergeben und gesegnet. Neben zahlreichen Bürgern hatten sich Landrat Martin Kistler mit Mitarbeitern des Landratsamtes, Bürgermeister aus der Raumschaft, Gemeinderäte, Vertreter der Caritas, Planer, Handwerker, Vereinsvertreter sowie die Pfarrer Jan und Markus Wagenbach eingefunden.

Bürgermeister Thomas Kaiser ließ den nicht immer einfachen Weg von dem Beginn der Planung bis zur Einweihung Revue passieren und brachte Standortfragen, steigende Baukosten, Erschließung und Probleme, den vom Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS) zugesagten Zuschuss in Höhe von rund 450 000 Euro zu halten, zur Sprache.

Der Haussegen hängt. Es freuen sich Kreisbaumeister Norbert Gamp, Bauamtsleiterin Petra Dorfmeister, Christoph Geiß von der Sozialstation und Reinhard Schmidt (Kommunalamt), von links.
Der Haussegen hängt. Es freuen sich Kreisbaumeister Norbert Gamp, Bauamtsleiterin Petra Dorfmeister, Christoph Geiß von der Sozialstation und Reinhard Schmidt (Kommunalamt), von links. | Bild: Christiane Sahli

Trotz etlicher Kursänderungen sei es gelungen, sicher in den Hafen einzulaufen, freute er sich. Sein Dank galt nicht nur allen an dem Projekt Beteiligten für das gute „Miteinander auf hoher See“, sondern auch den Bürgern aus der Raumschaft, die, so Kaiser, Gemeinderat und Verwaltung unterstützt und immer wieder Mut gemacht hätten. Und auch die zahlreichen Spenden, die der Förderverein für soziale Projekte in der Raumschaft St. Blasien gesammelt habe (rund 40 000 Euro), zeige die Akzeptanz der Einrichtung in der Region. Entstanden sei ein zweckmäßiges, aber auch behagliches Zuhause für die Gäste.

Mit einem Zitat von Martin Luther endete der Rathauschef: „Ich sorge mich nicht darum wie viele Jahre ich noch leben werde, sondern darum, wie ich leben werde“. Landrat Martin Kistler erklärte, angesichts der steigenden Zahl älterer Menschen sei das Angebot einer Tagespflege „ganz, ganz wichtig“, denn die Betreuung in der Tagespflege gebe neuen Lebensmut und beuge dem Abbau körperlicher und geistiger Fähigkeiten vor. Von großer Bedeutung sei zudem die Entlastung der pflegenden Angehörigen, so der Landrat weiter und drückte seine Wertschätzung für die Pflegekräfte aus. Kistler bezeichnete Bürgermeister Kaiser als zentralen Motor des Projektes. „Wer den Hafen kennt, für den ist der Wind nie ungünstig“, griff er das Bild von einem Schiff auf dem Weg in den Hafen auf. Kaiser habe den Hafen nie aus den Augen verloren und nie aufgegeben, fuhr der Landrat unter dem Beifall der Versammelten fort.

Eintrag ins Goldene Buch der der Gemeinde: Landrat Kistler (rechts) machte den Anfang
Eintrag ins Goldene Buch der der Gemeinde: Landrat Kistler (rechts) machte den Anfang | Bild: Christiane Sahli

Rolf Steinegger, Geschäftsführer der Caritas Hochrhein, hatte im Umland zahlreiche Gespräche geführt, die, wie er sagte, von dem Gedanken getragen gewesen seien: „Wir brauchen die Tagespflege“. Erforderlich sei eine „sorgende Gemeinschaft“, um älteren Menschen ein Verbleiben im häuslichen Rahmen zu ermöglichen. Die Tagespflege bezeichnete Steinegger als einen Kristallisationspunkt für eine derartige sorgende Gemeinschaft. Einmalig in Baden-Württemberg sei das Nachtcafe, das die Betreuung der Gäste in der Zeit von 18 bis 22 Uhr ermöglicht, eine zusätzliche Entlastung für die pflegenden Angehörigen. Diesem zusätzlichen Angebot sei die maximale Förderung (60 Prozent) zu verdanken. Steinegger wies abschließende auf eine enge Verknüpfung von Tagespflege und Sozialstation hin, die die Kontinuität der Pflege gewährleiste.

Höchenschwands Bürgermeister Stefan Dorfmeister, zugleich stellvertretender Vorsitzender des Gemeindeverwaltungsverbandes, zufolge kann die Raumschaft dankbar für die Tagespflege in Häusern sein.

Im Namen der Häuserner Vereine und der evangelischen Kirchengemeinde übergab Georg Leptig eine Blumeninsel. Auch er hatte ein Zitat parat: „Wer sich um, sich selbst sorgt, hat ein Problem, wer sich um andere sorgt, hat eine Aufgabe“.

„Einer trage des anderes Last“: Dieses Bibelwort stand im Mittelpunkt der Ansprachen von Pater Jan und Pfarrer Markus Wagenbach. Wenn man die Last anderer trage, komme auch viel zurück, sagte Wagenbach und fuhr fort, wer in der Einrichtung arbeite, brauche ein Herz für die Menschen, die ihm anvertraut seien.

Angesichts des besonderen Ereignisses hatte Bürgermeister Kaiser das Goldene Buch der Gemeinde mitgebracht. Landrat Kistler machte den Anfang und trug sich mit einer Widmung das Buch ein, Dorfmeister und viele andere folgten. Im Anschluss an den offiziellen Teil des Tages waren die Gäste eingeladen, sich in den Räumen der Tagespflege umzusehen, Christoph Geiß, stellvertretender Pflegedienstleiter der Sozialstation, führte die Gäste durch die Einrichtung und hatte so manche Information parat. Für das leibliche Wohl sorgte das Harmonika Orchester Häusern und Dirk Schnieper unterhielt die Gäste musikalisch.

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