Mitte September hatte einige Gemeinderäte gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Kaiser den Wohnmobilstellplatz in der Schmittenau in Waldshut-Tiengen in Augenschein genommen und sich von dessen Betreiber über seine Erfahrungen informieren lassen. In der jüngsten Gemeinderatssitzung stand die Errichtung eines Wohnmobilstellplatzes in Häusern erneut auf der Tagesordnung, bevor weitergehende Entscheidungen getroffen werden, will man sich von einem Fachmann vor Ort beraten lassen.

Die Errichtung eines Wohnmobilstellplatzes in Häusern sorgt seit einiger Zeit immer wieder für Gesprächsstoff im Gemeinderat. Mitte September stand ein Informationsgespräch mit dem Betreiber des Wohnmobilstellplatzes in Waldshut-Tiengen an. Das Ergebnis: Für die Nutzer des Wohnmobilstellplatzes ist die Verfügbarkeit von Strom und sanitären Anlagen von großer Bedeutung. Stellplätze, auf denen der Fernsehempfang nicht gestört ist, sollen zudem in verschiedenen Größen vorhanden sein. Und ganz wichtig: Die permanente Betreuung und Überwachung der Plätze.

Bürgermeister Thomas Kaiser wies darauf hin, dass jährlich rund 56 000 Wohnmobile neu zugelassen werden. In Häusern habe man gute Bedingungen durch die zentrale Lage an der B 500, fuhr er fort. Wenn man einen Wohnmobilstellplatz errichten wolle, müsse man aber etwas Richtiges machen, einen guten Platz aussuchen und Geld in die Hand nehmen.

Monika Schwinkendorf sah den Bedarf an Wohnmobilstellplätzen in der Region als weitgehend gedeckt an. Sie sprach sich dafür aus, lediglich einige wenige Platze am Waldfreibad zur Verfügung zu stellen. Als zu weit vom Ort entfernt, bezeichnete der Rathauschef den vorgeschlagenen Standort. Die Wohnmobilisten legten Wert auf eine unmittelbare Anbindung an den Ortskern, um Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie nutzen zu können. Weiter als 300 Meter sollte ein Stellplatz daher nicht vom Orskern entfernt sein, sagte er und brachte ein Grundstück in der Nähe des Kur- und Sporthauses ins Gespräch.

Patrick Bühler erachtet zehn Stellplätze für Häusern als ausreichend. Wichtig sei aber, die erforderliche Infrastruktur zu bieten. Sabine Gruhn erklärte, es gelte zunächst zu klären, ob man den Wohnmobilisten einen Platz für einen längerfristigen Urlaub oder nur einen kurzfristigen Aufenthalt zur Verfügung stellen wolle.

Die Räte kamen überein, den Rat eines Fachmanns von der Firma „Top Platz“, deren Mitarbeiter bei der Errichtung von Wohnmobilstellplätzen beratend tätig sind, einzuholen, bevor weitere Entscheidungen getroffen werden.