In Sachen Einrichtung eines Wohnmobilstellplatzes auf dem Gelände am ehemaligen Tennisplatz ist die Gemeinde Häusern einen Schritt weiter: In der jüngsten Gemeinderatssitzung beschloss das Gremium, die Planung für die erforderliche Änderung des Bebauungsplans „Bachmatt – Bärensteig Ost“ in Auftrag zu geben. Eine Entscheidung, die nicht ganz unumstritten war.

Änderung des Bebauungsplans

Seit längerem wird über die Einrichtung eines Wohnmobilstellplatzes im Ort diskutiert, in der Sitzung im Februar stellte Frank Schneider von die Firma Prietzel ein Konzept vor und bezeichnete das Gelände am ehemaligen Tennisplatz als geeigneten Standort. Voraussetzung für den Wohnmobilstellplatz an diesem Ort ist allerdings eine Änderung des Bebauungsplanes „Bachmatt – Bärenstieg Ost“, dies habe die Kreisbaumeisterin deutlich gemacht, sagte Bürgermeister Thomas Kaiser. Ihm sei das allerdings nicht ganz verständlich, da der bestehende Bebauungsplan in dem in Rede stehenden Gebiet eine Freizeitanlage vorsehe.

Gutachten in Sachen Artenschutz

Die Verwaltung hatte bei dem Büro Geoplan einen Kostenvoranschlag betreffend das Honorar für die Planung eingeholt, das mit knapp 14 400 Euro beziffert wurde. In dieser Summe sind auch die Kosten für ein Gutachten in Sachen Artenschutz in Höhe von 4400 Euro enthalten. Sollte zusätzlich eine Artenschutzuntersuchung betreffend Fledermäuse erforderlich sein, würden noch einmal rund 3000 Euro anfallen.

Monika Schwinkendorf stellte angesichts der hohen Kosten die Frage in den Raum, ob auch eine Ausschreibung in der Hoffnung auf ein günstigeres Angebot für die Planung möglich wäre. Aber: Die Honorare richteten sich nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure, gab Hauptamtsleiter Bernd Schlageter zu bedenken. Und Bürgermeister Kaiser ergänzte, mit Planern sei es wie mit Handwerkern, man müsse froh sein, wenn man jemanden finde, der den Auftrag annehme. Und Planer Till Fleischer vom Büro Geoplan habe angekündigt, die Planung „über den Winter “ fertigstellen zu können. Es sei ein großer Befürworter des Wohnmobilstellplatzes, so Patrick Bühler. Die Planungskosten seien inzwischen aber höher als die Kosten für die Errichtung (in den Haushalt wurden 25 000 Euro eingestellt, die Kosten der Versorgungsanlage liegen bei rund 10 000 Euro, hinzu kommen Kosten für die Zuwegung, die der Rathauschef auf rund 2000 Euro bezifferte). Roland Behringer äußerte die Hoffnung, dass man um die Kosten für das Artenschutzgutachten herumkomme, da man, wie er sagte, nicht in Biotope eingreife. Bürgermeister Kaiser regte an, den Planungsauftrag an das Büro Geoplan zu vergeben, er werde sich noch um die Frage, ob ein Artenschutzgutachten tatsächlich erforderlich ist, kümmern. Ein Vorschlag, der nicht auf die Zustimmung von Diana Kaiser und Monika Schwinkendorf stieß. Sie sprachen sich dafür aus, die Beauftragung zurückzustellen, bis die Kosten feststehen. Damit konnten sie sich jedoch nicht durchsetzten, sechs Gemeinderäte stimmten für den Vorschlag des Bürgermeisters, jeweils zwei stimmten dagegen oder enthielten sich.