Neun junge Erwachsene im Alter von 18 bis 27 Jahren und ihr italienischer Teamleiter Marco Greco werden am Samstag zu einem internationalen Workcamp nach Häusern kommen. Möglich gemacht wird es vom Verein „Internationale Begegnung in Gemeinschaftsdiensten“ (IBG). Die Gruppe wird einen Wasserspielplatz für die Kindergarten bauen.

Mit dem Flugzeug oder der Bahn werden die jungen Menschen Deutschland aus Ländern wie Mexiko, Türkei, Tschechien, Italien und Kanada erreichen, um sich dann auf den Weg nach Häusern zu machen. Direkt auf dem Spielplatz des beschaulichen Häusener Kindergartens werden sie dann in den folgenden 14 Tagen eine mehrstufige Wasserspielanlage modellieren.

Wohlwollend stand die Gemeinde dem Konzept gegenüber, als der Rathauschef von der Organisation über einen Flyer erfuhr. „Wir nahmen uns vor, mit den jungen Leuten etwas zu machen, was Hand und Fuß hat“, erinnert sich Bürgermeister Thomas Kaiser – die Entscheidung fiel auf das Kindergartenprojekt, die Landschaftsarchitekten Schanz und Burkhardt aus Hohentengen erhielten den Planungsauftrag.

Baggerfahrer Viktor Kusmin, sein Chef Wolfgang Woll und dessen Meister Nikolai Weber von der Firma Woll aus Bonndorfverpassen als Vorhut des Projekts dem Gelände das Gesicht, das die jungen Menschen zum Fortführen ihres Vorhabens benötigen. „Wir richten alles so vor, dass die Gruppe nach ihrer Ankunft am Samstag, nächste Woche gleich mit den entscheidenden Arbeiten loslegen kann“, sagt Woll. Momentan entstehen auf diese Weise verschiedene Staustufen, worin Wasser angestaut werden kann, als Spielfläche und Spielvergnügen für die Kleinen. Dabei wird der Boden geformt und terrassenförmig angelegt.

„Unter anderem verwenden wir dafür Steine von der alten Treppe vom Kurparkgebäude, aber auch von der alten Schwarzabruckbrücke“, verrät Kaiser und fährt fort: „Ich möchte mit den internationalen Helfern am Wochenende etwas unternehmen, vielleicht grillen, um so mit ihnen Kontakt aufzubauen“ oder, wendet er sich an Fabian Zumkeller, möglicherweise könne auch er mal mit ihnen etwas unternehmen. Denn, sagt Kaiser, bei dem Vorhaben stehe eher der Gemeinschaftssinn und Austausch im Vordergrund. Und wegen seiner guten Englischkenntnisse wird Fabian Zumkeller der Ansprechpartner für die Gruppe sein.

Ihr Lager wird die Gruppe im Naturfreundehaus einrichten, als Taschengeld erhält jeder Gast von der Gemeindeverwaltung täglich 15 Euro. Kaiser möchte auch Vereine oder andere Menschen ermuntern, sich mit den jungen Menschen auszutauschen, gegebenenfalls für sie etwas organisieren. „Für Unkosten, natürlich sollen sie sich im Rahmen halten, wird die Gemeinde aufkommen“, verspricht Kaiser. Der Verein IBG mit Sitz in Stuttgart organisiert pro Jahr etwa 40 gemeinnützige internationale Workcamps für junge Menschen, die auf diese Weise andere Länder kennenlernen können. Im Mittelpunkt stehen Umweltschutz, soziale Projekte oder Renovierungsarbeiten.