Häusern (csi) Die Anlegung eines Ruhewaldes kam in der Gemeinderatssitzung am Montag erneut zur Sprache. Die Bestattungsformen ändern sich, sagte Bürgermeister Thomas Kaiser und daher ist in Häusern ein Ruhewald als Bestattungsform ein Thema, das man weiterverfolgen wolle.

Fichten müssten entfernt werden

Der Rathauschef hatte als möglichen Standort ein Grundstück im Bereich Rotreute/Neuwiese nahe des Bildstöckles ins Gespräch gebracht. Das Grundstück mit rund 3000 Quadratmetern sei gut erschlossen, aber dennoch abseits von „Jubel, Trubel, Heiterkeit“, sagte er. Matthias Volk bezeichnete die Idee grundsätzlich als gut, äußerte jedoch Bedenken wegen der auf dem Grundstück stehenden Fichten. Diese müssten entfernt werden, erklärte der Bürgermeister. Der Fichtenwald halte nicht mehr lange, stimmte Revierförster und Gemeinderat Roland Behringer dem zu.

Einwände gegen Standort

Bedenken wurden im Falle des Entfernens der Fichten und Aufforstung mit jungen Bäumen an dem Charakter als Ruhewald geäußert. Und Monika Schinkendorf hatte weitere Einwände gegen den Standort. Mit einem Ruhewald verbände sie Ruhe und Abgeschiedenheit, an dem in Rede stehenden Grundstück sei „zu viel los“, Wanderwege führten daran vorbei, begründete sie. Die Anbindung des Ruhewaldes sei wichtig, hielt Bürgermeister Kaiser dem nicht zuletzt in Hinblick auf die Erreichbarkeit durch ältere Menschen entgegen.

Gemeinderat macht sich vor Ort ein Bild

Patrick Bühler brachte ein Grundstück in der Nähe des alten Waldspielplatzes ins Gespräch, Behringer kann sich einen Standort oberhalb des Grundstücks im Bereich Rotreute/Neuwiese vorstellen. Beide Standorte weisen einen alten, stabilen Wald aus. Was das Verfahren für die Anlegung eines Ruhewaldes betrifft, erklärte der Rathauschef, ein entsprechender Antrag könne laut Auskunft des Baurechtsamtes formlos gestellt werden. Der Gemeinderat wird nun die möglichen Standorte in Augenschein nehmen, auch die Besichtigung eines Ruhewaldes in der Umgebung ist geplant.