Beratungen über den Haushalt für das kommende Jahr, den ersten nach dem neuen kommunalen Haushalts- und Rechnungswesen (NKHR), standen am Montag im Mittelpunkt der Gemeinderatssitzung. Rechnungsamtsleiter Martin Maurer stellte das Zahlenwerk vor, das im Ergebnishaushalt ein Plus von knapp 139.000 Euro ausweist. Für das kommende Jahr sind zahlreiche Investitionen geplant.

Finanziell sei es der Gemeinde noch nie so gut gegangen wie in den vergangenen Jahren, sagte Bürgermeister Thomas Kaiser eingangs. Und auch im kommenden Jahr sollen wieder schwarze Zahlen geschrieben werden. Über die Haushaltssatzung und die Wirtschaftspläne für die Eigenbetriebe soll Anfang 2020 entschieden werden.

Einnahmen und Ausgaben

Der Ergebnishaushalt soll nach dem Entwurf ein veranschlagtes Gesamtergebnis von knapp 139.000 Euro aufweisen. Die ordentliche Erträge bezifferte der Rechnungsamtsleiter auf knapp 3,35 Millionen Euro, die Aufwendungen auf 3,32 Millionen Euro.

In Sachen Einnahmen liegt der Gemeindeanteil der Einkommenssteuer mit 854.361 Euro nur unwesentlich unter dem Planansatz von 2019, um knapp 20.000 Euro auf rund 464.000 Euro gesunken sind dagegen die Schlüsselzuweisungen. Die Gewerbesteuer wurde wie im Vorjahr mit 350.000 Euro angesetzt. Auf der Ausgabenseite schlagen unter anderem die Personalkosten mit rund 1,1 Millionen Euro zu Buche.

Investitionen

Der Schwerpunkt liegt bei Straßenbau und Abwasserbeseitigung. Für die Gemeindestraßen will man 495.000 Euro (Albtalweg: 395.000 Euro, Auf den Mauren: 100.000 Euro) aufwenden. In Sachen Abwasserbeseitigung stehen der Kanalbau im Albtalweg (335.000 Euro) und Auf den Mauren (100.000 Euro) sowie der Anschluss der Gewerbegebietes Oberlehen an das Kanalnetz (280.000 Euro) an.

Für den Grundstückserwerb für die geplante Erweiterung des Baugebietes Abendweide/Auf den Mauren sind 250.000 Euro vorgesehen, für die EDV-Anschaffung für den Unterricht in der Grundschule sollen 35.000 Euro aufgewendet werden.

Der Erwerb von Server und EDV-Ausstattung für das Rathaus kostet 30.000 Euro, die Neuanschaffung von Geräten für den Bauhof schlagen mit 20.000 Euro zu Buche. An Zuschüssen plant Rechnungsamtsleiter Maurer mit 250.000 Euro aus dem Ausgleichsstock für die Sanierung des Albtalweges. Außerdem sollen 90.000 Euro für den Kanalbau Oberlehen fließen, die Zuschüsse aus dem Digitalpakt Schule (EDV Grundschule) bezifferte Maurer auf 10.000 Euro.

Schulden

Ohne Kreditaufnahme wird man die anstehenden Projekte nicht verwirklichen können, der Haushaltsentwurf sieht daher eine Kreditermächtigung von 915.000 Euro vor. Mittel aus dem Ausgleichsstock sollen im kommenden Jahr nicht beantragt werden, sagte der Rathauschef.

Erfreuliches konnte Maurer in Sachen Schulden vermelden, diese werden zum Jahresende 2019 auf 1,443 Millionen Euro sinken (Vorjahr: 1,57 Millionen Euro). Dementsprechend sinkt auch die Pro-Kopf-Verschuldung von 1191 Euro auf 1100 Euro.

Eigenbetriebe

Für den Eigenbetrieb Wasserversorgung sieht der Erfolgsplan einen Jahresgewinn von 2650 Euro vor, Investitionen sind für die Sanierung des Albtalweges (80.000 Euro) geplant. Verluste werden dagegen im Kurbetrieb geschrieben, sowohl im Erfolgsplan Kurverwaltung (134.450 Euro) als auch in den Erfolgsplänen Kur- und Sporthaus (87.800 Euro) und Skilift (rund 15.500 Euro).

An Investitionen sind 25.000 Euro für den Wohnmobilstellplatz und 1000 Euro für den Musikpavillon vorgesehen.