Plänen der Pächterin der Tankstelle an der B 500, im nordwestlichen Bereich des Fahrzeugausstellungsplatzes einen knapp zehn Meter hohen Preisanzeiger zu errichten, widmete sich der Gemeinderat Häusern. Das Gremium machte sich vor Ort ein Bild von der Lage und sprach sich dann dafür aus, der Pächterin einen Alternativvorschlag zu unterbreiten.

Die Pächterin beabsichtigt die Aufstellung eines knapp zehn Meter hohen Preisanzeigers im nordwestlichen Bereich des Geländes (Richtung Sparkassengebäude). Da dieser nach der ursprünglichen Planung aber rund drei Meter über den Gehweg ragte, hat sich die Antragstellerin nach einer Intervention der Verwaltung bereit erklärt, den Preisanzeiger etwas zurückzusetzen. Dennoch liegt das Vorhaben außerhalb der Baugrenze, weshalb eine Befreiung von den Vorschriften des Bebauungsplans beantragt wurde.

Der Preismast diene der Preisauskunft der Kunden. Die Mineralölgesellschaften seien verpflichtet, diese an gut sichtbarer Stelle zu montieren, sodass die Kraftstoffpreise für den auf der Straße heranfahrenden Kraftfahrer gut lesbar seien. Um dieser Verpflichtung nachzukommen, müsse der Preisanzeiger über die Baugrenze hinaus Richtung Straße angebracht werden, hieß es zur Begründung.

Von einer Anliegerin erhobene Einwendungen, durch die Beleuchtung der Preistafel könnten sich die Gäste im benachbarten Gasthaus „Schwalbennest“ gestört fühlen, hielt Bürgermeister Thomas Kaiser entgegen, größere Störungen gingen von der Beleuchtung der Tankstelle aus. Bedenken gegen die Errichtung eines derart hohen Preisanzeigers wurden aus den Reihen der Gremiums geäußert. „Zu gewaltig“, befand Roland Behringer und fand damit die Zustimmung vieler seiner Ratskollegen.

Gemeinderat Thomas Schmid regte an, den Preisanzeiger in geplanter Größe im Bereich der Zapfanlagen anzubringen, von wo er von beiden Seiten aus gut einzusehen sei. Dort will die Pächterin allerdings drei Fahnenmasten anbringen, ein entsprechender Bauantrag wurde gestellt.

Das Gremium beschloss spontan, sich vor Ort ein Bild von der Situation zu machen. Der Vorschlag von Schmid fand die Zustimmung des Gremiums, Bürgermeister Thomas Kaiser wird nun mit der Pächterin entsprechende Gespräche führen. Dabei soll es auch darum gehen, im Falle der Anbringung des Preisanzeigers auf Höhe der Zapfanlagen den bereits in Richtung Gaststätte „Schwalbennest“ aufgestellten kleineren Preisanzeiger zu entfernen. Mit einem Preisanzeiger an dem ursprünglich vorgesehenen Ort mit einer Höhe von knapp zehn Metern wird sich der Gemeinderat wohl nicht einverstanden erklären, so die Tendenz. Monika Schwinkendorf mahnte angesichts des geplanten Rossmann-Markts an, sich grundsätzlich Gedanken über Lichtverschmutzung in dem in Rede stehenden Bereich zu machen.