Seit nunmehr 25 Jahren gehört es in Häusern zum guten Brauch, zu Beginn eines jeden Jahres bei einem Neujahrsempfang mit Gemeinderäten, Vertretern der Vereine, Kirchen und ehrenamtlich in der Gemeinde Tätigen auf das vergangene Jahr zurückzublicken und das gerade begonnene Jahr in den Blick zu nehmen. Erfreuliches und weniger Erfreuliches, Erreichtes und Geplantes kam zur Sprache.

Die Erweiterung des Kindergartens konnte in 2018 abgeschlossen werden und zwei neu eingestellte Erzieherinnen betreuen nun die Kinder in der neuen Kleinkindergruppe. Zahlreiche Spenden erleichterten die finanzielle Umsetzung des Projektes. Die Tagespflege erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit, die Senioren fühlen sich in der von der Sozialstation vorbildlich betreuten Einrichtung sehr wohl, so der Rathauschef. Fertiggestellt wurde der Ausbau des Blasiwaldweges, auch wenn die Altlasten Sorgen bereiteten.

Verlegt wurde ferner eine neue Zuleitung vom Hochbehälter Nord in die Klemmestraße, um die in der Vergangenheit immer wieder aufgetretenen Probleme mit den Druckverhältnissen in den Griff zu bekommen. Jetzt könne die Feuerwehr auch wieder ihre Proben abhalten, ohne dass es anderweitig an der Wasserversorgung mangele, sagte der Rathauschef schmunzelnd. Rund 450 000 Euro wurde in den vergangenen fünf Jahren in die Wasserversorgung gesteckt, eine wichtige und nachhaltige Investition für die Zukunft, so Bürgermeister Kaiser. Inzwischen konnten alle Grundstücke im neu erschlossenen Baugebiet „Abendweide/Auf den Mauren“ veräußert werden. Angesichts des anhaltenden Interesses an Bauplätzen soll in absehbarer Zeit die Erweiterung des Baugebietes angegangen werden.

In Sachen Tourismus ist Häusern gut aufgestellt, auch wenn die Zahl der Privatunterkünfte zurückgegangen ist. Die Übernachtungszahlen werden überwiegend durch die Hotels, unter anderem den im vergangenen Jahr neu eröffneten Gastronomiebetrieb „Zum Dorfkrug“, erreicht. Gut angenommen werden die Bike & Ride Station mit 50 Vermietungen in 2018 sowie die Ladesäule für E-Fahrzeuge.

Was die geplanten Windkraftanlagen betrifft, gibt es keine neuen Entwicklungen. Man verlasse sich darauf, dass die Anregungen der Bedenkenträger rechtlich einwandfrei geprüft würden, so der Rathauschef, der auf eine Entscheidung noch in diesem Jahr hofft. Er zeigte sich erfreut, dass das Verwaltungsgericht die Vorgehensweise von Verwaltung und Gemeinderat, gegen die Gemeinderätin Monika Schwinkendorf Klage erhoben hatte, für einwandfrei erklärt hatte. Die Gemeinderätin habe die Gerichtskosten inzwischen bezahlt, informierte Bürgermeister Kaiser.

Auch weniger Erfreuliches gab es aus dem vergangenen Jahr zu berichten: Der Tod der Inhaberin des Café Biggi, Birgit Wilms, hat eine Lücke in der Gemeinde hinterlassen. Sie hatte sich stets für ihre Mitmenschen engagiert, so der Rathauschef. Er bedauerte zudem die Schließung des Blumenladens, auch der Männerchor ist inzwischen Geschichte.

In diesem Jahr soll der Musikpavillon im Bereich des Kur- und Sporthauses errichtet werden, man hofft auf eine Einweihung im Rahmen der Gruezi-Schweiz-Wochen im kommenden August. Die Projekte Wohnmobilstellplatz und Ruhewald sollen ebenfalls weiterverfolgt werden. Und auch die Einweihung des Nachtcafés in der Tagespflege steht bevor. Man hofft zudem auf eine Eröffnung des Rossmann-Marktes, trotz einiger Verzögerungen „fährt der Zug“, so der Rathauschef. Das Bebauungsplanverfahren betreffend die Erweiterung des Schmidts-Marktes wird bereits Ende Januar auf der Tagesordnung des Gemeinderates stehen. Angesichts des Klimawandels wird man sich auch gedenken über die Zukunft von Skilift und Loipen machen müssen, sagte Thomas Kaiser.