Mit dem Fridolinsempfang in der Tagespflege, zu dem die Kirche zusammen mit der politischen Gemeinde einlädt, hat das Fridolinsfest begonnen. Seit dem ersten Empfang vor 19 Jahren soll bei der Gelegenheit das Ehrenamt besonders gewürdigt werden. Mit dem Empfang wolle man „das Fest, das vor uns liegt, würdig beginnen“, sagte Bürgermeister Thomas Kaiser.

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Gekommen waren Vertreter örtlicher Vereine, der Kirchengemeinden und kirchlicher Gruppen und Organisationen. Die Gelegenheit nutzte sowohl Kaiser als Vorsitzender des Wahlvorstandes und Pfarrgemeinderat Johannes Sebulke, um auf die bevorstehende Pfarrgemeinderatswahl in der Seelsorgeeinheit St. Blasien hinzuweisen und für die Mitarbeit im danach neu zu bildenden Gemeindeteam Häusern zu werben.

Eine große Unterstützung der Kandidaten sei wichtig, denn der Pfarrgemeinderat sei die Stimme der Kirchenmitglieder. Das Gremium unterstütze den Leiter der Seelsorgeeinheit bei seinen umfangreichen Aufgaben und es solle das positive Umfeld für die vielen ehrenamtlich engagierten Menschen in der Pfarrei schaffen.

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Den Abend nutzte der Bürgermeister auch, um für das soziale Engagement in Häusern zu danken. Wichtig sei für Häusern beispielsweise der Kindergarten, in den die Gemeinde zuletzt viel Geld investiert habe. Das Angebot der Kinderbetreuung in der Gemeindeeinrichtung, die örtliche Grundschule und auch die Schulen in St. Blasien seien für die Zukunft der Kommune wichtig. Denn nur dann wollen sich auch junge Familien in Häusern niederlassen. Damit sie auch ein Eigenheim bauen können, will die Gemeinde das Baugebiet erweitern. Dankbar könne man auch für die Ehrenamtlichen sein, die sich um Geflüchtete kümmern, die in der Gemeinde leben, sagte Kaiser. „Wir müssen einfach schauen, dass wir diese Menschen integrieren“, sagte er. Das könne beispielsweise über die Feuerwehr, die Musikvereine oder den Sportverein gelingen.

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Es seien viele Bausteine, die zeigen, wie gut die Gemeinschaft in der kleinen Gemeinde funktioniere, sagte der Bürgermeister. Einer dieser Bausteine ist auch der Förderverein für die Sozialstation, dessen Vorsitzender Pfarrer Jan Grzeszewski ist. In diesem Jahr unterstütze man die Amsel-Initiative Waldshut mit einer Spende. Deren Vorsitzender Wolfgang Zumkeller überreichte Pfarrer Jan Grzeszewski 250 Euro.

Pfarrer Jan Grzeszewski übergibt als Vorsitzender des Fördervereins Sozialstation St. Blasien eine Spende an Wolfgang Zumkeller für die Amsel-Initiative Waldshut.
Pfarrer Jan Grzeszewski übergibt als Vorsitzender des Fördervereins Sozialstation St. Blasien eine Spende an Wolfgang Zumkeller für die Amsel-Initiative Waldshut. | Bild: Sebastian Barthmes

Sankt Fridolin und St. Franziskus (Name der Tagespflege) kommen unter dem Dach der Caritas, der Trägerin der Einrichtung, zusammen, sagte Pfarrer Jan Grzeszewski, der Leiter der Seelsorgeeinheit St. Blasien.

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Die beiden Heiligen, die jeweils aus wohlhandenden Familien stammten, hätten früh begriffen, dass die Menschen nicht vom Brot alleine leben. Beide hätten auf ihren Reichtum verzichtet, um sich der christlichen tätigen Nächstenliebe und Wohltätigkeit zu widmen – wofür heute in der katholischen Kirche die Caritas steht. Seine Entscheidung, sich um andere Menschen zu kümmern, habe Franziskus in Konflikte gebracht, sagte der Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Höchenschwand-Häusern, Markus Wagenbach, und stellte einen aktuellen Bezug her: Flüchtlingen zu helfen, könne zu Konflikten führen. Es sei schön zu sehen, wie gut das in Häusern funktioniere. Regelmäßig lädt die Lebenshilfe Südschwarzwald zu Treffen nach Häusern ein. Deshalb rückte Kaiser die Organisation nun auch beim Fridolinsempfang in den Mittelpunkt. Er hatte Martina Gnädinger eingeladen, die als Jobcoach Menschen im Rahmen des Lebenshilfe-Projektes Kompass dabei unterstützt, im ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Sie stellte das Konzept vor. Musikalisch umrahmt wurde der Empfang durch den Kirchenchor Häusern und den Gitarristen Lukas Zielke.

Der junge Gitarrist Lukas Zielke gab der musikalischen Umrahmung eine besondere Note.
Der junge Gitarrist Lukas Zielke gab der musikalischen Umrahmung eine besondere Note. | Bild: Sebastian Barthmes

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