An einem Heimatabend im Rahmen der Grüezi-Schweiz-Woche zeigte der Heimatverein im neuen Pavillon beim Kur- und Sporthaus unterhaltsam viele Facetten des hiesigen Brauchtums und der Traditionen. Am 1. August, dem Nationalfeiertag der Schweiz, kamen viele Gäste zu einem Empfang bei der Wittlisberger Kapelle. Mit einem Naturparkmarkt, dem Holzfällerwettbewerb und einem bunten Programm geht die Grüezi-Schweiz-Woche am Sonntag zu Ende.

Bei „Macarena“ holten die kleinen Tänzer Mittänzer aus dem Publikum.
Bei „Macarena“ holten die kleinen Tänzer Mittänzer aus dem Publikum. | Bild: Cornelia Liebwein

„Es freut mich sehr, dass heute Kinder dabei sind“, kündigte die Vorsitzende des Heimatvereins, Hedwig Kaiser, die Kindertanzgruppe strahlend an. Voller Liebreiz zeigten die zwölf Kleinen, für deren tänzerischer Feinschliff Brigitte Lörtzing und Elisabeth Popiolek gesorgt hatten, die Schritte. Beim Tanz „ Macarena“ vervollständigten die Kinder mit großem Vergnügen den Linientanz, indem jedes von ihnen einen Mittänzer aus dem Publikum holte.

Tanz und Tradition

Die Volkstänzerinnen aus Häusern und Todtmoos flochten mit taktreichen Nuancierungen Tänze wie „Wolgaster“ oder „Husarentanz“ in das Programm und Paul Kessler trug seine Gedanken zum Wald, der Natur und Kulturlandschaft bei. In den 20er Jahren, gab er die Erinnerungen seines Vaters wieder, habe man die Dreifelderwirtschaft angewendet. Gemäht worden sei mit der Sense. Heute werde die Handarbeit in der Land- und Forstwirtschaft weitgehend durch Maschinen ersetzt. Er und Johannes Sebulke erläuterten dem Publikum auch das Schindelmachen. „Die Herstellung war früher eine Beschäftigung für lange Winterabende und man fand dieses Werkzeug in jedem Wohnzimmer“, sagte sie.

Empfang am Nationalfeiertag

Auch mehrere Lieder boten die Trachtenträger dar, wobei sie von Markus Winkler mit seinem Akkordeon begleitet wurden. Das Eis in der Hand, das den Zuschauern von Bürgermeister Thomas Kaiser gespendet wurde, hielt diese nicht vom kräftigen Applaus ab. An die 80 Gäste waren am 1. August, dem Schweizer Nationalfeiertag, auf Einladung der Gemeinde zum Empfang bei der Wittlisberger Kapelle gekommen. Das Wittlisberger Kirchlein und die Bewirtung durch die Frauen des Apéro­teams boten den geeigneten Rahmen dafür.

Bogenschießen

Diejenigen, die sich am Bogenschießen versuchen wollten, taten das mit Schützenmeister Siegfried Krex. Es war eine Idee des Rathauschefs, die ihm einst, erzählte er, als Anlehnung an den Schweizer Armbrustschützen Wilhelm Tell gekommen sei. Als Wettkampf schlug er vor: Zehn Schweizer gegen zehn Deutsche. Er unterhielt seine Gäste mit Informationen und Witz.

Auch im Bogenschießen konnten sich die Gäste versuchen.
Auch im Bogenschießen konnten sich die Gäste versuchen. | Bild: Cornelia Liebwein

Die Idee mit dem Schweizer Tag sei toll, hätten ihm die hiesigen Gastronomen vor Jahren bestätigt, aber, sagten sie, am Nationalfeiertag seien die Betten ausgebucht. Spontan habe er darauf erwidert: „Dann machen wir die Woche voll.“ Ans Herz legte der Rathauschef den Gästen den Besuch des Waldfreibads, die Nutzung der Wanderwege und mehr. Auch für die Menschen mit Belangen hatte er ein offenes Ohr und zur Spende für die Wittlisberger Kapelle ließ er ein Schweinchen aufstellen. Haslach Hallodri Markus Winkler unterhielt zwischendurch musikalisch.