Das zurückliegende Vereinsjahr und die anstehenden Vorhaben standen im Mittelpunkt der Hauptversammlung der Trachtenkapelle Häusern im „Kamino“. Dem Verein gehören 48 Musiker und 183 Fördermitglieder an. Der Vorstand wurde wiedergewählt. Neu im Amt sind drei der sechs Beisitzer: Nadine Hackmann, Simon Andris und Jörg Philipp.

Im Jahr 2017 sei der Verein in eher ruhigem Fahrwasser unterwegs gewesen, sagte Vorsitzender Christoph Böhler, bevor die Chronistinnen Saskia Neisser und Nadine Hackmann näher in die Erinnerung an die zurückliegenden Termine einstiegen. Die Rede war beispielsweise von einem Konzert in Höchenschwand oder vom Doppelkonzert in Kappel, wo die Jungmusiker der Kappeler Musik, der Musikverein Kappel und die Trachtenkapelle Häusern auftraten.

Noch im April begleitete die Blasmusik die Kommunionkinder zur Fridolinskirche, weckte die Häusener am 1. Mai beim Maiwecken oder war beim Bezirksmusikfest in Urberg dabei. Kirchliche Anlässe, Kurkonzerte, Bewirtung beim Holzfällerwettbewerb und auch eine Wanderung standen im Terminkalender der Trachtenkapelle Häusern. Im Rahmen des „Blosmusikfestivals“ der Hochschwarzwald Tourismus GmbH (HTG) wurde im Oktober das „Bier-, Wein- und Blasmusik-Fest“ veranstaltet.

Besonders eifrig besuchten Jutta Neisser (mit 98,96 Prozent), Thomas Schmidt (94,79), Silvia Hackmann (94,79), Bernd Schlageter (93,75), Sophie Schäfer (92,71), Nadine Hackmann (92,71), Bastian Schlageter (92,71) und Thomas Villinger (91,67) die Proben, erfuhr man von Julian Bernauer. Man nehme sich für das neue Vereinsjahr vor, die Freunde von der Schützengilde in Essel zu besuchen. Die Bewirtung beim Holzhauerwettbewerb, ein Weinfest sowie weitere Vorhaben sind für dieses Jahr vorgesehen, berichtete der Vorsitzende. Sollte es eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge geben? Darüber sollten sich die Mitglieder bis zur nächsten Hauptversammlung Gedanken machen, sagte Christoph Böhler.

Zufrieden ging Dirigent Thomas Villinger auf das erfolgreiche Fridolinskonzert ein. „Wir haben die Musik sehr gut vermittelt“, lobte er. Wenn man ein erfolgreiches Konzert hinter sich habe, vergesse man gerne die vorangegangenen Mühen und Hürden, fuhr er fort. Aber je mehr Musiker für eine Sache brennen, umso besser sei das Ergebnis. „Für unsere Musik ist es wichtig, dass sich die jungen Musiker mehr einbringen“, bat er eindringlich. Zudem brauche die Kapelle Musiker, die als Solisten, Jugendausbilder, Dirigenten und unterschiedliche Funktionsträger Verantwortung übernehmen.

Momentan werden drei Zöglinge von Hans Nuber an der Trompete und von Bastian Schlageter an der Klarinette ausgebildet. In den Osterferien werden sie das bronzene Abzeichen machen, kündigte Villinger an. Und zum ersten Mal gebe es zwei Blockflötengruppenkurse für Kinder ab fünf Jahre, die von Sabrina Villinger geleitet werden.

Doch, gab er zu bedenken, gerade für die Organisation der Jugendausbildung bräuchte man eine verantwortliche Ansprechperson. Er freue sich, wenn junge Menschen zur Musik kommen, denn „Musik ist einfach toll“, sagte Villinger.