Nach vier Jahren richtete der Ortsverein Grenzach-Wyhlen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) erneut den Wettbewerb der Gemeinschaften aus. Insgesamt elf Mannschaften mit rund 80 Wettkämpfern beteiligten sich daran. Zehn davon kamen aus dem Landesverband des Badischen Roten Kreuzes, herzlich begrüßter Gast war eine Mannschaft aus Erfurt. Die DRK-Bereitschaft der thüringischen Landhauptstadt hatte von diesem Wettkampf gehört und wollte sich gerne daran beteiligen.

Vorstände treffen sich mit Politikern

Zur Eröffnung trafen sich am Samstagvormittag DRK-Vorstandmitglieder aus dem Kreis mit Politikern. Andreas Fluck, Vorsitzender des Ortsvereins, bedankte sich bei den Organisatoren für die mehrmonatige Arbeit, um diesen Wettbewerb wieder akribisch vorzubereiten und ihn gleichzeitig auch zu einem Erlebnis für Zuschauer zu gestalten. „Ich hoffe, dass die hier sichtbare Leistungsfähigkeit wieder einige neue Interessenten unserem Ortsverein nahebringt“, sagte Fluck.

Ehrenamtlicher Nachwuchs fehlt

„Wie in allen gesellschaftlichen Bereichen fällt es auch dem Deutschen Roten Kreuz immer schwerer, genügend ehrenamtlichen Nachwuchs zu finden.“ Insofern seien die sehr lebensnah gestalteten Wettbewerbe und die starke Präsenz moderner Rettungstechnik sicherlich auch eine gute Form, Bereitschaft zur Mitarbeit zu wecken.

Finanzierung muss sichergestellt werden

Bundestagsabgeordneter Armin Schuster (CDU) berichtete von seinen mehrfachen Treffen mit der DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeld, um stärkeres Engagement des Bundes für den Bevölkerungsschutz zu erreichen. „Um für schwere Katastrophen- und Notfälle vorbereitet zu sein, bedürfen die Ortsvereine enormer Vorhaltekapazitäten, diese aber bereitzustellen, kostet Millionen“, beschrieb Schuster. Der Bundesinnenminister stehe dieser Aufgabe offen gegenüber, nun müsse allerdings über viele Jahre die Finanzierung sichergestellt werden.

Wichtige Kooperation mit Nachbarländern

Landtagsabgeordneter Josha Frey (Grüne) wies auf weitere notwendige europäische Abstimmungen für Bevölkerungsschutz und Notfallhilfe hin, gerade im Dreiländereck sei diese Kooperation mit den Nachbarländern besonders wichtig. Schon Rot-Kreuz-Gründer Henri Dunant habe internationale Wirksamkeit gefordert.

Landrätin verurteilt Aggressionen

Landrätin Marion Dammann, auch Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Lörrach, wies darauf hin, dass die Mitglieder des DRK viele Leistungen vollbringen, die in der Öffentlichkeit wenig bekannt sind, wie der Betrieb von Wassergewinnungsstationen. Energisch verurteilte sie die zunehmenden Aggressionen gegen Hilfskräfte in Notsituationen. Der DRK-Kreisverband Lörrach übe wahrlich eine Scharnierfunktion im Dreiländer-
eck aus, vielfach bestätigten Einsätze und Übungen die gut abgestimmte Arbeit mit den Partnern aus der Schweiz und aus Frankreich.

Der Ortsverein Grenzach-Wyhlen hatte, wie schon im Jahr 2015, die komplette Organisation für den Wettbewerb übernommen, mehr als 30 Helfer waren daran beteiligt. Als Partner konnten das Technische Hilfswerk Rheinfelden, die Bergwacht, die Rettungshundestaffel und auch der Ortsverein der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft gewonnen werden.