Grenzach-Wyhlen – Sprachkurse gehören seit vielen Jahren zu den regelmäßigen Kontakten mit der italienischen Partnerstadt Pietrasanta. Jugendliche aus Grenzach-Wyhlen reisen nach Italien und bekommen dann Gegenbesuch. In der Regel„tauschen“ die Gastschüler einfach die Gastfamilien, so dass genügend Schlafplätze vorhanden sind. Da jedoch mehr junge Leute Pietrasanta in die Doppelgemeinde kommen, als umgekehrt, werden dringend noch weitere Gastfamilien gesucht.

Etliche junge Einwohner der Gemeinde erinnern sich ganz bestimmt an lehrreiche, aber auch schöne und erlebnisreiche Tage. Denn Sprachkurs ist nur vormittags wörtlich zu nehmen, anschließend lernen die jeweiligen Gäste den Partnerorte und dessen Umgebung kennen. So wird es auch in diesem Jahr wieder sein. Am 7. Juli beginnt der Sprachkurs in Grenzach-Wyhlen.

Zum Aufenthalt gehören aber noch die Nächte, und dafür sind Unterkünfte notwendig. In der Regel nehmen jene Familien, aus denen ein Teilnehmer mit nach Pietrasanta fährt, auch hier einen Gast auf, doch da zumeist weniger Grenzach-Wyhlener nach Pietrasanta reisen als umgekehrt, sind eben noch mehr Quartiere notwendig. Die Jugendlichen erwarten kein Hotel, sondern möchten einfach freundlich aufgenommen werden.

Die Familie von Melanie Penninggers beherbergte schon mehrfach Schlafgäste. „Das hatte stets gleich mehrere überraschende Vorzüge,“ meint sie schmunzelnd. „Da räumen unser Kinder besonders gut auf und für uns Eltern sind die jungen Gäste immer eine außergewöhnliche Bereicherung.“ Verständigung war dabei nie ein Problem, vieles geht über Englisch, andere Sprachbrocken gerieten wieder in Erinnerung und außerdem habe man noch die Hände, um vieles zu zeigen. Oftmals halfen auch Nachbarn, die italienische Wurzeln haben. Alles in allem, so Melanie Penninggers, waren diese Besuche nie ein Problem.

Eigene Zimmer werden nicht erwartet, hohe Ansprüche nicht gestellt. Selbstverständlich erwarten Gastgeber, dass gewisse Regeln eingehalten werden, aber damit habe sie nie Probleme gehabt. Dreimal beherbergte Familie Penninggers Gäste. Nur jeweils eine Person bei sich zu haben, ist zwar für die Gastgeber angenehm, aber es gibt auch Jugendliche, die eben gerne zu zweit untergebracht sein möchten, um gleichsprachigen Kontakt zu haben.

Derartige Reisen helfen den Jugendlichen wohl auch, wieder etwas mehr Eigenständigkeit zu erlangen. „Beim Taize-Treffen in Basel hatten wir vier Männer im Haus, da ging zwar einiges im Ablauf drunter und drüber, aber auch diese Woche überstanden wir fröhlich und ohne Probleme“, erinnert sich Melanie Penninggers. In diesem Jahr werden insgesamt Quartiere für 20 Jugendliche benötigt. Das Komitee für Städtepartnerschaft bittet herzlich darum, Übernachtungsmöglichkeiten anzubieten.