Friedhöfe sollen Orte der Ruhe sein, Platz für Trauer bieten und Gedenken ermöglichen. Aber: Friedhöfe müssen auch sicher sein. Deshalb prüft die Gemeinde einmal im Jahr die Standsicherheit der Grabsteine. Das Ergebnis der Prüfung von Mittwoch: Die Grabsteine auf den Friedhöfen in Wyhlen und Grenzach sind überwiegend standsicher und genügen den Unfallverhütungsvorschriften.

Mehr als 2000 Grabsteine werden bei einer solchen Runde überprüft. Mit dabei waren Jutta Ibert-Polizzi, bei der Gemeinde zuständig für das Friedhofswesen, Ralf Schreck und Eugenia Hoffmann von der Genossenschaft der Badischen Friedhofsgärtner sowie Steinmetzmeister Dirk Wucherpfennig und Gärtnermeister Ralf Blubacher, der ebenfalls für die Friedhöfe und deren Pflege zuständig ist.

Dieser Grabstein wurde gut sichtbar als unsicher markiert.
Dieser Grabstein wurde gut sichtbar als unsicher markiert. | Bild: Heinz Vollmar

Noch vor 20 Jahren waren die Ergebnisse deutlich schlechter und es gab viel mehr „Wackelkandidaten“. Durch die wichtige Arbeit der Genossenschaft der Badischen Friedhofsgärtner, die im Auftrag der Gemeinde gemeinsam mit örtlichen Beteiligten wie Steinmetze und Gärtnereibetriebe die Prüfungen vornehmen, sei ein Sicherheitsniveau erreicht worden, das sehr erfreulich sei.

Die eigentliche Prüfarbeit erklärte Ralf Schreck, der mit großer Sorgfalt und Sachverstand das Prozedere der Standsicherheit der Grabsteine erläuterte und je nach Grabsteingröße auch die jeweiligen Verankerungen prüfte und bewertete. Er unterstrich noch einmal, dass die Grabmale Umwelteinflüssen und anderen Einwirkungen ausgesetzt sind und Pflege der Grabstätten deren Standsicherheit beeinträchtigen können. Daher sei die Standsicherheit von Grabmalanlagen entsprechend der Vorgabe der Friedhofssatzung jeweils nach der Frostperiode zu überprüfen. Bei kleineren Grabsteinen reiche mithin eine Sichtkontrolle. Bei größeren Grabsteinen legen die Prüfer jedoch Hand an und prüfen, ob der Stein noch fest sitzt oder droht umzukippen.

Am Mittwoch mussten nur wenige orangefarbene Aufkleber an den Grabsteinen aufgebracht werden, die als unsicher gelten. Die Grabstelleninhaber werden nun angeschrieben, mit der Bitte dafür Sorge zu tragen, dass die Grabsteine wieder ordnungsgemäß befestigt werden. Denn sollte ein Unfall passieren oder durch einen umkippenden Stein Schäden entstehen, haften die Eigentümer.