Grenzach-Wyhlen Verein für Heimatgeschichte macht Bootsfahrt in die Historie der Region

Helmut Bauckner vom Verein für Heimatgeschichte Grenzach-Wyhlen lud zu einer unterhaltsamen IBA-Veranstaltung auf dem Rhein ein.

Eine Fähre voll fröhlicher Passagiere ging am Samstagabend auf Reisen: Der Verein für Heimatgeschichte Grenzach-Wyhlen hatte im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Basel 2020 (IBA) zu einer kleinen Fährifahrt mit Blick auf Vergangenenheit und Zukunft sowie Musik eingeladen.

Etwa 25 Passagiere aus Grenzach-Wyhlen und Rheinfelden gingen an der Fähranlegestelle Herten an Bord. Dann tuckerte das Boot in Richtung Stauwehr. Helmut Bauckner, Vorsitzender des Vereins für Heimatgeschichte, erzählte viele Einzelheiten über die Kraftwerkskette am Hochrhein, speziell über das Doppelkraftwerk Wyhlen-Augst, über das Naturschutzgebiet Altrhein und über den Fluss ganz allgemein. Dies war war auch Thema der Fahrt, denn die IBA rückt den Rhein mit mehreren Einzelprojekten als Naherholungs- und Erlebnisgebiet in der Regio verstärkt in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Bauckner erinnerte dabei auch an die Zeit, als der Rhein ab Kaiseraugst in Richtung Osten kein Grenzfluss war, nämlich als sich Vorderösterreich bis nach Wyhlen erstreckte und auch der Aargau damals zur österreichischen Doppelmonarchie gehörte. Eben weil er dem Kaiser unterstand, habe der Ort den Namen Kaiseraugst erhalten.

„Wir sollten uns viel mehr mit dem Rhein beschäftigen,“ meinte Bauckner. „Er ist doch für Mensch und Tier die Lebensader.“ Die Menschen am Rhein sollten „viel mehr tun, damit unsere Siedlungsgebiete wieder etwas mehr an den Fluss heran rücken“. Die IBA sucht unter dem Sujet „Rheinliebe“ viele Möglichkeiten, um die Lebensqualität zwischen Kembs und Bad Säckingen zu verbessern. Welche Vielfalt die Projekte beinhalten, wurde schon während der einstündigen Bootsfahrt deutlich: Sport, Camping, Geselligkeit, Naturschutz und Denkmale.

Natürlich kam bei allem auch die Unterhaltung nicht zu kurz: Für den musikalischen Part hatte Bauckner gute Freunde mitgebracht, die beiden polnischen Solisten Pjotr und Tomek aus Gdansk. Sie spielten vierhändig auf dem Xylophon und zogen damit auch die Blicke der Passanten am Ufer auf sich. Sie spielten unter anderem die Wassermusik von Georg Friedrich Händel. Damit wurde die Fahrt für alle Mitreisenden zu einem besonderen Erlebnis und ist für einige sicherlich Anregung, wieder mal öfter an den Rhein zu gehen.

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