Grenzach-Wyhlen (sk) Unser freier Mitarbeiter Albert Greiner ist gestorben. Er erlag am Sonntag im Alter von 79 Jahren einer schweren Krankheit. Albert Greiner hat in mehr als 10 000 Artikeln, Meldungen und Berichten, vornehmlich über Grenzach-Wyhlen informiert.

Erst im Juni feierten wir mit Albert Greiner – sein Kürzel lautete „alg“ – sein Jubiläum zu 50 Jahren als Freier Mitarbeiter. Der gebürtige Stettener war in Grenzach-Wyhlen bestens vernetzt. Nach der Verwaltungsausbildung in Lörrach kam er 1968 ins Grenzacher Rathaus. Der damalige Bürgermeister Bertsch vermittelte ihn 1968 an die Zeitung. Albert Greiner wurde Standesbeamter und war für das Grundbuch und den Friedhof zuständig. Nach Feierabend ging es dann auf Termin. Durch seine Doppelfunktion als Bediensteter der Gemeinde und Journalist blieben Berichte über Gemeinderatssitzungen und Verwaltungsangelegenheiten außen vor. Sein Feld war vornehmlich die Vereinsberichterstattung. Greiner war in ganz Grenzach-Wyhlen bekannt und geschätzt. Dazu trug auch bei, dass er sich mehr als 20 Jahre im Vorstand der Arge, der Vereinigung der Grenzach-Wyhlener Vereine als stellvertretender Vorsitzender und Schriftführer verdient gemacht hat.

Albert Greiner war ein sehr gewissenhafter Journalist, der wiedergab statt zu werten. Er beherrschte Stenographie und brachte seine Texte immer verlässlich und pünktlich zu Papier. Meist wurden sie etwas länger als bestellt. Mit seiner Pensionierung übernahm Albert Greiner auch Termine, die tagsüber stattfanden. Der Tod seiner Frau Helga traf ihn schwer. Da wurde mancher Termin auch zur Möglichkeit, sich von der Trauer abzulenken. Doch er fand ins Leben zurück. Gutgelaunt konnte man ihn nach seinem Umzug nach Lörrach in der Stadt treffen. Den Neujahrsempfang besuchte er trotzdem stets in seinem Grenzach-Wyhlen.

Trotz der schweren Erkrankung blieb Albert Greiner hoffnungsvoll und schmiedete noch Pläne. Vor kurzem sprach er davon, mehr reisen zu wollen. Doch nun hat er seinen letzten Weg eingeschlagen und hinterlässt zwei erwachsene Kinder und eine Enkelin und seine Lebensgefährtin in tiefer Trauer. Die fühlen auch wir. Danke, Albert, für all die Jahre!