Grenzach-Wyhlen – Den ganzen letzten Sommer war unsere Mitarbeiterin Leony Stabla mit ihren Söhnen Jakob (4) und Jonas (3) auf den Spielplätzen der Doppelgemeinde unterwegs. Gemeinsam haben die drei viele Erfahrungen gesammelt und einen guten Eindruck von den Vor- und Nachteilen der einzelnen Anlagen bekommen. Zum Frühlingsauftakt gibt es nun noch einmal eine Zusammenfassung und einen Ausblick auf Neuerungen.

Mit 13 Spielplätzen, davon sechs in Grenzach und sieben in Wyhlen, gibt es jede Menge Auswahl. Es gibt Plätze für Familienausflüge, zum Matschen oder auch für Naturliebhaber und mit der richtigen Ausrüstung lässt sich für die Kinder auf fast jeder der Anlagen etwas erleben.

Sandelzeug haben wir dabei auf ausnahmslos jedem der Plätze gebraucht, denn einen schönen Sandkasten gibt’s überall. Wem Sand alleine nicht reicht, weil er noch zusätzlich Wasser braucht, der hat gleich sieben Spielplätze zur Auswahl: Kapellenbach und Montagsmatten bieten den Wasserspaß durch die Nähe zu einem Bach, hier sollten unbedingt Badelatschen mit im Gepäck sein, denn wir sind von Anwohnern immer wieder vor Glasscherben gewarnt worden. Im Stück, Buttenhalde, Winkelmatten und Seidenweg haben eine Pumpe für das Matschvergnügen und im Emilienpark funktionieren die Kinder einfach den Springbrunnen zur Wasserquelle um.

Rutschen ist allerdings schon weitaus schwieriger. Auf fünf Plätzen stehen die Rutschen an heißen Tagen in der prallen Sonne, auf dreien fehlt sie sogar ganz. Die schönste Rutsche haben wir in der Muttenzer Straße gefunden, denn dort gibt es eine lange Wellenrutsche, die angenehm im Schatten liegt.

Für einen Familienausflug, besonders mit Kindern verschiedenen Alters, eignen sich die Plätze Seidenweg, Emilienpark und Im Stück. Sie haben bei unserem Test auch am besten abgeschnitten. In besonderer Erinnerung ist auch der Spielplatz Montagsmatten geblieben. Er war zwar schwer zu finden und hat in der Sauberkeit nicht so hoch gepunktet, da das Spiel-Tipi als Toilette missbraucht wird, meidet man aber diese Ecke, ist es ein wundervoller Platz, der bald auch noch zusätzlich mit einem Trampolin ausgestattet wird. Auch der Spielplatz in der Augstbergstaße bekommt ein weiteres Gerät, diesmal zum Hangeln. Der Platz ist besonders für größere Kinder geeignet.

So wird versucht, die Plätze dem Bedarf der Anwohner anzupassen. Momentan wird der Bedarf auf dem Rührberg ermittelt, damit der neue Spielplatz in der Inzlinger Straße möglichst passend ausgestattet werden kann. Noch in diesem Frühjahr soll mit der Umsetzung der Planung begonnen werden.

Alle Plätze mit insgesamt 384 Spielgeräten werden einmal im Monat von den Mitarbeitern des Werkhofs und einmal pro Jahr vom TÜV auf ihre Sicherheit geprüft. Deshalb freut sich Leiter Reimar Weisheit, dass die Spielplätze auch bei unserem Test fast alle in puncto Sicherheit sehr gut abgeschnitten haben. Neunmal gab es hier vier von fünf möglichen Punkten, zweimal wurde sogar die Höchstzahl vergeben.

Immer wieder fällt bei den Inspektionen auf, dass es ein Problem mit Vandalismus gibt. Besonders „beliebt“ sind dabei die Pumpen. Hier werden Stöcke hineingesteckt, damit das Wasser dauerhaft läuft, was zum einen die Pumpe kaputt macht, der Gemeinde aber auch hohe Wasserrechnungen beschert. Ausgerüstet mit neuen Pumpensystemen soll diese Manipulation aber in Zukunft nicht mehr möglich sein, so Jürgen Saum, Mitarbeiter des Werkhofs, der für die Spielplätze zuständig ist.

Viel Herzblut steckt er in die Ausstattung und Wartung der Plätze und baut auch so manches Spielgerät selbst, wie zum Beispiel die wunderschöne Wasseranlage auf dem Spielplatz Im Stück. Dies ist schwierig, weil es bei der Ausstattung eines Spielplatzes viele Normen und Auflagen zu beachten gibt. „Man kann nicht einfach ein Gerät im Baumarkt kaufen und auf dem Spielplatz aufstellen“, erklärt auch Weisheit, dies würde immer wieder zu Unverständnis bei Eltern führen.

Genauso erging es auch mir auf dem Spielplatz in der Wartenbergstraße. An dem dort aufgestellten Kletterbaum gibt es eine Vogelnestschaukel, die unten mittig festgekettet ist und nicht zum Schaukeln benutzt werden kann, dies war mir völlig unverständlich. Aber Saum erklärte mir, dass es sich hierbei nicht um eine Schaukel, sondern lediglich um eine Ruhezone handle, sie dürfe wegen der Nähe zu anderen Geräten nicht zum Schaukeln benutzt werden und müsse daher festgekettet werden. In der Muttenzer Straße gibt es normalerweise die gleiche Schaukel, allerdings haben Kinder es geschafft, das Fundament zu lösen, weshalb sie derzeit leider abgebaut ist und nach einem neuen Weg zur Befestigung gesucht wird. So bleibt immer etwas zu tun auf den Spielplätzen für das Team der Werkhofs.