Grenzach-Wyhlen – Wyhlen hat wieder einen evangelische Pfarrer. Zwei Jahre dauerte die Vakanz, im Herbst 2017 hatte Annette Metz nach mehr als 18 Jahren die Gemeinde verlassen. Nun wurde am Sonntag Daniel Burk herzlich willkommen geheißen. Zahlreiche Mitglieder der evangelischen Gemeinde waren am Nachmittag zum Festgottesdienst in die Friedenskirche gekommen.

Dekanin Bärbel Schäfer führte den jungen Pfarrer in sein Amt ein und segnete ihn für das wahrlich große Aufgabenfeld. Nach Jahren des Studiums und der Probearbeit beginnt nun für ihn die Phase verantwortungsvoller Arbeit. Freude und Leid werde er kennenlernen und gemeinsam mit den Gemeindemitgliedern zu bewältigen haben, es werden sicherlich sehr schnell Zeiten kommen, in denen Antworten auf Fragen und Probleme nicht leicht fallen. Dennoch sei es stets seine Aufgabe, Hoffnung zu vermitteln und für den Glauben zu werben, so Dekanin Schäfer.

Ehefrau Judith Kern ist auch ordinierte Pfarrerin

Daniel Burk griff in seiner Predigt die Familie auf. Zwei gebe es, die eigentliche, aber auch die Gemeinde als Familie, die in ihrer Gemeinschaft ebenfalls viele Lösungen für den Alltag suchen und finden werde. „Gerne werde ich alle einbeziehen, die am Ziel unserer Glaubensfamilie mitarbeiten möchten,“ sagte er „Ich wünsche mir eine freundliche und zusammenhaltende Kirchengemeinschaft.“ Burk ist 31 Jahre alt, hat in Heidelberg Theologie studiert, arbeitete in Haiterbach als Vikar und wirkte in Überlingen und Pfullingen als Probepfarrer. Auch seine Ehefrau Judith Kern ist ordinierte Pfarrerin. Clemens Moser, Vorsitzender des Kirchengemeinderates und Dekanin Schäfer, hatten zu Beginn des Gottesdienstes herzlichen Dank ausgesprochen an all jene, die in den Jahren der Vakanz das Leben der Gemeinde organisierten. Hervorgehoben wurden dabei die Konfirmanden- und die Jugendarbeit.

„Die Gemeinde blieb auch in den Jahren ohne eigenen Pfarrer lebendig“, so Schäfer. Nach dem Gottesdienst begrüßte bei einer Zusammenkunft vor der Kirche Bürgermeister Tobias Benz den neuen Pfarrer. Er lobte, dass auch unbesetzt die Gemeinde zwei Jahre lang sehr gut funktionierte, da habe sich gezeigt, wie Vielfalt zu gutem Gemeinschaftswerk führe. „Wir alle fanden dank der umfangreichen ehrenamtlichen Arbeit bestätigt, dass die evangelische Kirchengemeinde Wyhlen wahrnehmbar blieb, und das ist generell wichtig für alle Kirchengemeinden im Ort.“ Die Glückwünsche der katholischen Seelsorgeeinheit überbrachte der Vorsitzende des Kirchengemeinderates, Michael Oertlin, er lobte die gute ökumenische Arbeit in Grenzach-Wyhlen. Schließlich begrüßte der Grenzacher evangelische Pfarrer Alfred Klassen seinen neuen Amtsbruder. Beide hatten in den zurückliegenden Wochen bereits zahlreiche Kontakte. Klassen arbeitete in den beiden letzten Jahren als Vakanzpfarrer. Aus dieser Erfahrung heraus bot er an, künftig mehr Formen der Zusammenarbeit zu finden, zum Beispiel mit gemeinsamen Projekten in der Konfirmandenarbeit.Glückwünsche überbrachte der Pfarrer der Crischonagemeinde Grenzach, Thomas Herdecker. Pfarrer Daniel Burk nutzte den Nachmittag, um mit vielen Gemeindemitgliedern ins Gespräch zu kommen.