Grenzach-Wyhlen Roche: Logistikkonzept entlastet Gemeinde

Der Aushub von täglich bis zu 1000 Tonnen belastetem Erdreich aus ihrem Perimeter der Kesslergrube soll per Schiff und Bahn zu den thermischen Entsorgungsanlagen transportiert werden.

Bald steht bei Roche die Phase des Aushubs des belasteten Erdreichs aus ihrem Perimeter der Kesslergrube an. Wurde der Abtransport der Container bisher noch per Lkw gestaltet, soll in der Aushubsphase ein flexibles Logistikkonzept greifen. Der Abtransport wird dann vornehmlich per Schiff stattfinden – und Grenzach-Wyhlens Straßen entlasten.

Der Aushub von täglich bis zu 1000 Tonnen belastetem Erdreich soll per Schiff und Bahn zu den thermischen Entsorgungsanlagen transportiert werden. „Damit entfällt der größte Teil der Lkw-Fahrten durch die Gemeinde“, heißt es in einer Pressemitteilung des für die Sanierung verantwortlichen Unternehmens. Die eigens für den Sanierungsaushub entwickelten Spezialtransportcontainer seien gasdicht und havariesicher. Der Probebetrieb in der schallgedämmten und luftdichten Einhausung wird Ende Oktober beginnen und wohl bis Ende November in den regulären Sanierungsbetrieb übergehen.

Während bereits abgeschlossener Bohrarbeiten wurde das belastete Erdreich in Spezialtransportcontainern per Lkw vom Sanierungsgelände zum Umschlagbahnhof DUSS-Terminal in Weil am Rhein abtransportiert und von dort per Bahn zu thermischen Entsorgungsanlagen in Deutschland und den Niederlanden abgefahren. Für die nächste Bauphase, den Sanierungsaushub, liegen nun alle notwendigen Freigaben vor, damit die Container via Schiff vom Schiffsanleger auf dem Rhein abtransportiert und an Verladestellen umgeschlagen werden können.

Die gesamte Tagesleistung des Aushubs findet Platz auf einem Schiff. Zum Einsatz kommen wird ein Binnenschiff, das rund 110 Meter lang ist und maximal 3000 Tonnen transportieren kann. Das gecharterte Schiff steht während der gesamten Bauphase zur Verfügung und pendelt nach Bedarf zwischen dem Schiffsanleger und den Hafenterminals. Das Be- und Entladen des Schiffs am Schiffsanleger bei der Kesslergrube findet während den Betriebszeiten von Montag bis Freitag zwischen 7 und 18 Uhr statt. Das mit den befüllten Containern beladene Schiff verlässt in der Regel am Abend den Schiffsanleger und legt am frühen Morgen mit leeren Containern wieder an.

Das Logistikkonzept sieht vor, dass der überwiegende Teil der Container zwei Kilometer rheinaufwärts per Schiff zum Hafenterminal der Ultra-Brag AG im Schweizer Auhafen von Muttenz gefahren wird. Dort werden sie auf die Schiene umgeladen und zur thermischen Entsorgung transportiert. Geplant sind zwei bis vier Züge pro Woche. Ein kleinerer Teil der Container wird nach Weil gebracht und auf die Schiene umgeladen. Alle nötigen Genehmigungen für den Transit durch die Schweiz und die Einfuhr in die Niederlande liegen laut Roche vor.

Auch wenn durch das Logistikkonzept Grenzach-Wyhlens Straßen entlastet werden, kann auf Lkw-Transporte vom und zum Sanierungsgelände nicht verzichtet werden. Baustoffe, Maschinen und Geräte müssen weiter angeliefert werden. Zudem kann Niedrig- oder Hochwasser am Rhein Lkw-Transporte notwendig machen. In einem solchen Fall gelangen die Container über die B34, die A861, die A98, die A5 und die B532 nach Weil.

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