Grenzach-Wyhlen Narrenzunft Grenzach startet humorvoll in die fünfte Jahreszeit

Die Grenzacher Fasnacht wurde am 11.11. mit dem Wecken des Dängelgeist eröffnet.

Ein mit Spannung erwarteter Höhepunkt des Familienabends der Narrenzunft ist immer die Verkündung des neuen Fasnachtsmottos. Am Samstag ließ sich Zunftabend-Regisseur Pius (Peter) Jehle im gut besuchten Festsaal des Hauses der Begegnung damit ganz viel Zeit.

Zunächst ging er auf die Schwierigkeit bei der Mottosuche ein. Kurz, prägnant und leicht muss es sein, da muss man sich schon viele Gedanken machen und nicht jedem ist dies gegeben. Mit Karikaturen von Persönlichkeiten aus der hohen Politik, wie Kanzlerin Angela Merkel oder Herausforderer Martin Schulz, ging er auf deren persönliche wie politische Eigenheiten ein. „Politik ist ein Spielplatz für Dumme“, so Jehles Ansicht und empfahl: „Numme nit ufgeh.“ Damit war das Motto geboren, das mit großem Applaus zur Kenntnis genommen wurde.

Traditionsgemäß wird am Familienabend auch das Symbol der Grenzacher Fasnacht, der Dängelgeist, erweckt und hinter dem Dängelgeistbrunnen hervorgeholt. Fätze Heinz Weiss stimmte darauf ein, plauderte zunächst von seinen Erlebnissen mit der Bundesbahn, die nicht fährt, von Taxistreiks, die ein Weiterkommen auch nicht ermöglichen. Da blieb nur das Flugzeug. Doch auch mit dem Billigflieger kam er nicht weiter, sein Ticket hatte er nämlich von Air Berlin. Aber auch Örtliches, wie den Römer Carantus aus der Römervilla hatte er in seinem närrischen Repertoire, bevor mit dem Ruf „Dängelgeist stand uff“ die Fasnachtssaison 2018 eröffnete.

Der Dängelgeist ist wach und die Fasnacht eröffnet.
Der Dängelgeist ist wach und die Fasnacht eröffnet. | Bild: Albert Greiner

Im weiteren Verlauf des Abends bereicherten einige Cliquen, wie die Dängelegeister und die Waggisclique mit humorvollen und manchmal etwas gewagten Auftritten das Programm. Oberzunftmeister Stefan Kopppetsch zeigte in einem „TV Total“, was sich in der Zunft wie auch in den Cliquen und bei deren Ausflügen im zurückliegenden Jahr alles ereignet hat. Da gab es natürlich großes Gelächter über die glossierten Vorkommnisse.

Eine Hommage in Bild und Kommentar erhielten auch die Narrenbaumsteller, denen der Cliquenboss mit seinem illustren Beitrag großen Dank zollte. Stimmgewaltig und kräftig in ihre Instrumente bliesen die Guggenmusiker der Node-Chaode. Eingebunden in den Familienabend waren auch Ehrungen langjähriger und verdienter Mitglieder (siehe Infokasten). Leider war der Kreis der zur Ehrung vorgesehenen Mitglieder an diesem Abend nur spärlich vertreten, worüber sich der Oberzunftmeister etwas enttäuscht zeigte. Vor allem fehlten auch einige, die sich vorher angemeldet hatten. Dafür war er umso glücklicher, dass die Treuesten unter ihnen, die „50-Jährigen“ anwesend waren. Eine Verbandsehrung durfte Claudia Zimmermann entgegennehmen. Ihr überreichte der Verbandsvertreter Marcus Schär den bronzenen Verbandsorden. Den Zunftorden für besondere Verdienste, insbesondere als Kulissenschieber bei den Zunftabenden, durften Patrick Dumann, Matze Fellmann und Steffen Möllker entgegennehmen. Nach Schluss des kurzweiligen Programms wurde noch kräftig bis in die Morgenstunden gefeiert.

Die Geehrten

Geehrt wurden für 15-jährige Mitgliedschaft Patrick Garlik, Matthias Grether, Jerome Pascal Maier, Benjamin Möllerke, Remo Soland, Georg Threde und Lea Wiepcke; für 25-jährige Mitgliedschaft Gerhard Berton, Sandra Dietsche, Dirk Feltes, Ulrike Ficht, Sven Foßeler, Ingrid und Jürgen Issler, Emanuel Oertlin, Philipp Pfirrmann, Lutz Schäfer sowie Dirk und Ursula Wucherpfennig. Seit 40 Jahren Mitglied sind Jeannette Biester-Schmidt, Udo Fischer, Wolfgang Rabl, Nikolaus Scheid und Bernhard Ziegler, seit 50 Jahren Albert Greiner, Günter Haberer, Rita Krumm und Gerold Philipp.

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