Sommerzeit – Spielplatzzeit: Für Kinder bieten die Anlagen viel Raum zum Austoben, die Erwachsenen können sie auch mal in Ruhe rennen lassen, das ist zumindest die Idealvorstellung. Nachdem Mitarbeiterin Leony Stabla im vergangenen Sommer gemeinsam mit ihren Söhnen Jakob (3) und Jonas (2) die Rheinfelder Spielplätze auf Herz und Nieren geprüft hat, sind die drei in diesem Jahr in Grenzach-Wyhlen unterwegs. Zum Start geht es ganz nach oben: auf den Spielplatz in der Muttenzer Straße in Grenzach auf dem Neufeld.

Folgt man der Hauptstraße vom Zentrum kommend etwa zwei Kilometer bergauf, landet man im Wohngebiet Neufeld. Hier zweigt die Muttenzer Straße nach rechts ab. Fährt man dann an der dritten Einmündung wieder rechts, erreicht man den Spielplatz. Er liegt auf der rechten Seite, von hohen Bäumen umrahmt und ist von der Straße kaum zu sehen. Spezielle Parkplätze gibt es nicht, aber entlang der Straße ist genug Platz, um das Auto abzustellen. Alternativ ist der Spielplatz per Bus mit der Linie 7311 zu erreichen. Von der Haltestelle Neufeld geht es etwa fünf Minuten zu Fuß den Röttler Ring entlang und dann einen kleinen Fußweg in Richtung Spielplatz.

Was sagt die Mutter?

Der Spielplatz Muttenzer Straße wirkt sehr einladend. Er ist von hohen Bäumen umgeben, sodass sehr ein großer Teil des Geländes im Schatten liegt, gerade für den großen Sandkasten, der besonders von kleinen Kindern genutzt wird, ist das toll. Auch Wippe und Rutsche sind im Schatten gelegen. Im Zentrum des Platzes gibt es einen ausgefallenen Kletterbaum, dessen Geräte aber sehr heiß werden, da er in der prallen Sonne liegt. Eine weitere Klettermöglichkeit befindet sich am Gerüst der Schaukel, an dem außerdem eine Babyschaukel und eine normale Schaukel installiert sind, diese sind im angenehmen Halbschatten und können gut genutzt werden.

Unterhalb des Spielplatzes gibt es einen Reitplatz, der bei unserem Besuch ungenutzt war, sollten hier aber Pferde zu sehen sein, gibt das dem Spielplatzbesuch sicher noch ein zusätzliches Flair. Auf dem Gelände stehen zwei Bänke, also ausreichend Platz, es sich auch mal gemütlich zu machen. Bei allen Geräten scheint der Fallschutz erst vor kurzem erneuert worden zu sein, der Platz riecht sogar noch leicht nach frischem Rindenmulch.

Was sagen die Kinder?

Meine Kinder waren von dem Spielplatz total begeistert. Weder Jakob noch Jonas brauchen Hightech-Geräte, um glücklich zu sein. Hauptsache die Standard-Spiel-Geräte wie Sandkasten, Schaukel und Rutsche sind vorhanden und funktionstüchtig. Gibt es noch etwas zu klettern, dann ist das das große Plus. So gesehen ist der Spielplatz im Neufeld ein wahres Paradies für sie. Der Sandkasten ist schön groß und hat einen breiten Rand zum Draufsitzen, hier konnten sie nach Herzenslust buddeln. Einzig sollte die Einfassung vielleicht mal wieder abgeschliffen und neu lackiert werden, denn das Holz ist verwittert und man holt sich schnell Sprießen, wie es Jakob leider passiert ist.

Jonas fühlt sich in der Schaukel ziemlich wohl.
Jonas fühlt sich in der Schaukel ziemlich wohl. | Bild: Leony Stabla

Der Kletterbaum in der Mitte war für meine Kinder nur kurz interessant. Die für sie gut erreichbaren Autoreifen waren heiß und nicht benutzbar, die Ringe und das Trapez hängen in für sie unerreichbarer Höhe. Die Kletterwand und die Sprossen am Gerüst der Schaukel waren da schon interessanter. Hier zog es Jakob immer wieder hoch, um dann oben zu sitzen und mir zuzuwinken. Jonas bevorzugte die Schaukel, diesmal sogar die Babyschaukel, war er doch an diesem Tag recht müde und konnte so gemütlich ausruhen.

Was die beiden aber am meisten auf diesem Spielplatz begeistert hat, war die Rutsche. Eine große Wellenrutsche, die auch für Jonas gut zu erklimmen ist, da daneben aus alten Autoreifen eine Art Treppe angelegt ist. Hier konnten sie immer wieder hochklettern und runterrutschen – mal allein, mal zu zweit und zwischendurch sogar mit Mama. Immer und immer wieder, nur unterbrochen von gelegentlichen Trink- und Naschpausen.

Fazit des Tests

Der Spielplatz ist etwas abgelegen, aber an heißen Tagen sicher einen Ausflug wert, da man hier wirklich genug im Schatten gelegene Spielgeräte hat. Einzig der Kletterbaum könnte etwas Schatten vertragen, damit er richtig genutzt werden kann, er ist nämlich sehr schön und es würde sicher großen Spaß, machen darauf herumzuklettern, wenn man sich nicht die Finger daran verbrennt.