Grenzach-Wyhlen (mar) Eigentlich sollte das Endergebnis der Kommunalwahlen für Grenzach-Wyhlen am Montag bereits gegen 14.30 Uhr im Zehnthaus in Wyhlen verkündet werden, doch ein letzter Briefwahlbezirk im Wyhlener Unterdorf hatte es in sich, so dass sich die offizielle Bekanntgabe des Wahlergebnisses bis nach 17 Uhr hinausschob.

Das öffentliche Interesse am Wahlergebnis hielt sich indes in Grenzen, und so trafen sich am frühen Montagnachmittag vor allem noch amtierende Gemeinderäte und Gemeinderatskandidaten, um dem Wahlergebnis entgegenzufiebern.

Zu ihnen zählten neben Leon Intveen (SPD) und Peter Weber (FW) auch die noch amtierende Bürgermeisterstellvertreterin Ulrike Ebi-Kuhn. Sie zeigte sich wenig überrascht darüber, dass die CDU nicht mehr stärkste Kraft im Gemeinderat sein wird und somit auch das Amt des Bürgermeisterstellvertreters aller Voraussicht nach an die Grünen gehen wird.

Über den Hype der Grünen freuten sich die im Zehnthaus hinzugekommenen Gemeinderätinnen Annette Grether und Ingrid Fränkle, während Walter Schwarz (CDU) zur Kenntnis nehmen musste, dass er den Wiedereinzug in den Gemeinderat aller Voraussicht nach nicht mehr schaffen wird. Der Kandidatin Carola Lambelet von den Freien Wählern war derweil die Freude ins Gesicht geschrieben, mit dem zweitstärksten Ergebnis der Freien Wähler in das Ratsgremium einziehen zu können.

Einig waren sich alle Anwesenden darüber, dass die Gemeinderatswahlen und die Chancen, gewählt zu werden, sehr vom Bekanntheitsgrad der jeweiligen Kandidaten abhing. In Bezug auf die Wahlerfolge der Grünen und der Freien Wähler vor Ort wurde eingeschätzt, dass auch ein gewisser Europa- und Bundestrend eine Rolle gespielt haben dürfte.

Von einem immensen Arbeitsaufwand in Bezug auf die Stimmenauszählung berichteten daneben einige Auszählerinnen und Auszähler, die am Sonntag bis weit nach Mitternacht im Dienst waren und auch am Montag bis am Nachmittag mit von der Partie waren, um das Ergebnis der Kommunalwahlen zu ermitteln. Sie waren sich einig, dass das Stimmenauszählen bei Wahlen auch recht anstrengend sein kann.