Grenzach-Wyhlen Klassikanderswo: Die Musik spielt im Emilienpark

Die Veranstaltungsreihe Klassikanderswo brilliert seit Jahren mit einem oder mittlerweile mehreren Konzerten, die an ungewöhnlichen Ort innerhalb der Gemeinde stattfinden. In diesem Jahr gibt es Klassik und südamerikanische Klänge im Emilienpark.

Die Veranstaltungsreihe Klassikanderswo brilliert seit Jahren mit einem oder mittlerweile mehreren Konzerten, die an ungewöhnlichen Ort innerhalb der Gemeinde stattfinden. In diesem Jahr gibt es Klassik und südamerikanische Klänge im Emilienpark. Die Geschichte des Emilienparks und seiner Quellen spielt dabei eine ebenso bedeutende Rolle wie die Musik und das Essensangebot.

Peter Weber ist der Vorsitzende des Vereins Klassikanderswo, Georg Dettweiler sein Stellvertreter. Beide haben 2011 die erste Auflage organisiert, die noch unter „Waldklassik“ firmierte. Organisatorisch mit im Boot ist auch heute noch der Verein für Heimatgeschichte mit Helmut Bauckner an der Spitze. Weber und Dettweiler wollen in diesem Jahr vom 30. Juni bis zum 2. Juli Programm im Grün des Emilienparks bieten. Auf der großen Wiese wird im Zirkuszelt, das im vergangenen Jahr auch schon auf dem Gelände der Neuen Mitte Grenzach stand, drei Tage anspruchsvolle Unterhaltung geboten.

Am Freitagabend werden erstmals die beiden sogenannten „Klassenzimmerstücke“ des Kammerorchesters Basel zusammen aufgeführt. Mit Musik und Schauspiel gibt es vier Geschichten aus dem „Struwwelpeter“ und einen humorvollen Blick hinter die Kulissen, wie es zugeht, wenn ein Orchester auf Tour ist. Der Samstagabend bietet eine Offene Bühne und am Abend das Klassikanderswo-Orchester „Linie 38“, das populärklassische Stücke bietet, etwa mit Mozarts Kleiner Nachtmusik. Diesmal wird es ein reines Streicherprogramm. Gespielt wird das Adaggio for Strings von Samuel Barber, Rumänische Volkstänze von Béla Bartók und das Streicher-Oktett von Felix Mendelssohn Bartholdy.

Am Sonntag öffnet das Festgelände gegen 10 Uhr. Ab 11 Uhr wird es südamerikanisch. Helmut Bauckner bringt als Konzert des Vereins für Heimatgeschichte brasilianische Rhythmen ins Zirkuszelt mit „Amor e Som II“, die Bossanovas, Samba und Milonga spielen. Soviel zu Musikprogramm. Aber wer schon einmal bei Klassikanderswo war, weiß, dass die Veranstaltung weit mehr ist als Musik allein. Besonders wichtig sind seit mehreren Jahren die immer ausführlicher werdenden Programmhefte, die mittlerweile zu begehrten Liebhaberstücken geworden sind.

Jeder, der am Samstag beim Konzert ist, erhält ein Heft gratis. Darin finden sich auf rund 100 Seiten mehrere Artikel namhafter Autoren über die Geschichte des Schauplatzes Emilienpark – vom Jahr 1868 bis heute. Das dortige Heilwasser wurde übrigens auch gerne mit Zucker zu Limonaden aufgewertet (Grenella oder Grenzana). Bei Gesprächen mit Zeitzeugen konnten die sich alleine beim Ansehen der leeren Flaschen sofort an den zuckersüßen, klebrigen Geschmack erinnern. Essen und Trinken steht natürlich auch immer hoch im Kurs bei der Veranstaltung. Man will die abgerissene Trinkhalle wiederauferstehen lassen.

Bei der Coctailbar sollen auch drei Foodtrucks ihre Spezialitäten anbieten. „Es wird sehr gemütlich sein“, ist Peter Weber überzeugt. Und auch dort, außerhalb des Zeltes, wird es an Unterhaltung nicht fehlen. Am Quellhäuschen wird neben der Offenen Bühne eine Fotobox aufgestellt. Es soll Verkleidungsmaterial geben, so dass man sich fotografisch in die 20er-Jahre zurückversetzen kann. Kurt Paulus präsentiert das Museum Anderswo Der Emilienpark wird auch geschmückt. Die Kuh Olga von Heiko Arnold, ist nicht umsonst Maskottchen der Veranstaltungsreihe. Der Künstler wird das ganze Areal dekorieren, so dass man auch bei einem Spaziergang überrascht sein wird, wo man überall bunten Kühen begegnen kann.

Und nicht zu vergessen ist das Museum Anderswo, das Kurt Paulus im Quellhäuschen gestaltet. Hier kann man sich über die Geschichte des Emilienparks informieren, sich erinnern und anregen, aber auch mit dem Historiker unterhalten, der immer auf der Suche nach Zeitzeugen ist. Die Preisgestaltung ist im Verein Klassikanderswo noch im Gespräch. Klar ist aber, dass mit dem Monat Juni auch der Vorverkauf starten soll. Auf jeden Fall wird es einen ermäßigten Festival-Pass geben, der für alle Tage einen vergünstigten Eintritt garantiert.

Im Preis des Passes wird auch das Programmheft enthalten sein, ebenso wie im Samstagseintritt. Weitere Hefte mit der Geschichte des Emilienparks werden in der Buchhandlung Merkel erhältlich sein.

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