Vom oberen Stockwerk des Besucherpavillons hat man einen schönen Blick auf das Gelände der Kesslergrube. Zurzeit ist das ganze Areal, das die Roche sanieren wird, eingeebnet. „Damit Fahrzeuge mit mehr als 100 Tonnen Eigengewicht auf dem Gelände überhaupt fahren können, ohne im Boden zu versinken, muss der Boden zuerst einmal extrem verdichtet werden, bevor man ihn dann später herausholt“, beschrieb Roche-Pharma-Chef Hagen Pfundner, welche Arbeiten zur Zeit stattfinden. Gesamtprojektleiter Richard Hürzeler sowie der technische Projektleiter Markus Ettner konkretisierten die einzelnen Schritte, die derzeit vorgenommen werden. Der wichtige Schiffsanleger, den man vom Besucherzentrum aus nicht sehen kann, ist bald fertig. Im Logistikbereich arbeiten Waschanlagen und eine Abwasserreinigungsanlage, damit kein Schmutz auf die Straßen gebracht werden kann. Denn tatsächlich sind schon orangefarbene, luftdichte und havariesichere Spezialcontainer unterwegs, in denen sich allerdings noch unbelastete Erde befindet.

Ebenfalls abgeschlossen ist die Rasterbeprobung, mit der man ein genaues Bild der Belastung gewinnen wird. „Die letzten Ergebnisse erreichen uns gerade“, so Holger Büth von der Kommunikation. Wie Ettner mitteilte, hatten des Weiteren Schürfungen im von Roche freiwillig mitsanierten Perimeter 3 NW (Nordwest), der dem Land gehört, ergeben, dass ein großer Teil dessen nicht sanierungsbedürftig sei. Dennoch werde man einen Teil des Bodens abtragen, brauche aber nicht so weit in die Tiefe zu gehen. Dort soll anschließend asphaltiert werden und die Logistikzone entstehen.