Grenzach-Wyhlen – Gut fünf Stunden dauerte die mündliche Verhandlung des Verwaltungsgerichts Freiburg zur Genehmigung der BASF-Sanierungspläne an der Kesslergrube. Rund 80 Zuhörer verfolgten die Verhandlung unter Vorsitz von Verwaltungsgerichtspräsident Christoph Sennekamp. Mit einem Urteil rechnet Bürgermeister Tobias Benz in einigen Wochen.

Die Forderung der Kläger ist klar und wurde am Mittwochmorgen nochmals eindrücklich ins Bild gesetzt: Mitglieder des BUND hatten ein rostiges Fass, eine blaue Tonne und allerlei anderes Material aufgehäuft. „Raus mit dem Giftmüll“, war auf einem Schild zu lesen. „Wir fordern for future“, auf einem anderen.

Weniger simpel ging es im Festsaal des Hauses der Begegnung zu, in dem rund 80 Bürger Platz genommen hatten. Unter den Zuhörern war auch Herbert Krause, der fast 33 Jahre als Ingenieur bei der Ciba (Vorgängerin der BASF) tätig war. „Das ist eine hochkomplexe Angelegenheit.“ Das fünfköpfige Gericht unter Vorsitz Sennekamps klärte am Vormittag zunächst formale Fragen zur Klagebefugnis der einzelnen Kläger. Diese sind die Gemeinde, Muttenz, Riehen, die Baugenossenschaft und der BUND. Am Nachmittag folgte die sehr ausführliche Auseinandersetzung mit der Klageschrift.

Was immer wieder deutlich wurde – Juristen sind keine Physiker und für Laien ist die Auswirkung der geplanten Altlastensanierung der BASF nur schwer verständlich. „Wir werden auf das setzen, was wir wissen, nicht, was wir vermuten“, sagte Sennekamp etwa.

Im Jahr 2014 hatte das Landratsamt der BASF die Genehmigung zur Einhausung der Schadstoffe im Perimeter 2 erteilt, dagegen hatten die Gemeinde und andere Widerspruch eingelegt. Den wiederum wies das Regierungspräsidium Freiburg im Jahr 2017 ab, danach reichte die Gemeinde Klage beim Verwaltungsgericht ein. Im Vorfeld der Verhandlung hatte das Gericht die sehr umfangreichen Schriftsätze beider Seiten bereits ausführlich zur Kenntnis genommen.

Über den Verlauf der Verhandlung berichten wir in der Freitagsausgabe ausführlich.