Grenzach-Wyhlen – Erst sollte die neue Homepage im Januar online gehen, dann stand der März im Raum. Jetzt wird es definitiv Ende Mai, Anfang Juni, denn die Gemeinde möchte die Kommunal-und Europawahl abwarten. Die City-App wird nicht kommen.

City-App

Mit einer eigenen App wollte die Gemeinde zum einen wichtige Anlaufstellen und Informationen, Adressen und touristische Highlights darstellen. Die Nachbarstadt Rheinfelden hat eine solche App bereits 2015 eingeführt. Zum anderen sollte die App für Smartphones mit dem 44-Euro-Bärenscheck des Handwerker-und Gewerbevereins (HGV) gekoppelt sein, so dass dieser den Nutzern einfach und digital zur Verfügung steht. Doch daraus wird vorerst nichts. „Wir haben leider keinen Zuschuss vom Land für das Projekt bekommen“, so Wirtschaftsförderin Silke d’Aubert auf Nachfrage. Die Kosten wurden mit 12 000 Euro geschätzt, die Hälfte davon sollte aus einem Fördertopf kommen. „Warum wir abgelehnt wurden, ist uns nicht bekannt“, so d’Aubert. Wahrscheinlich seien Gemeinden mit größeren Projekten – etwa Virtual Reality oder ähnliches – berücksichtigt worden. Ohne die Förderung möchte die Gemeinde die App aber nicht umsetzen und verschiebt das Projekt daher. An der Digitalisierung des Bärenschecks bleibe man gemeinsam mit dem HGV dran. Noch gibt es den Gutschein nur in Papierform. Denkbar wäre etwa eine Lösung im EC-Karten-Format, die aufladbar wäre. Die Umsetzung ist allerdings zeit-und kostenintensiv.

Homepage

Gleiches gilt für die Überarbeitung der Gemeindehomepage. Rund 15 000 Euro wird der sogenannte Relaunch kosten. Aber es lohne sich, so d’Aubert. „Wir arbeiten bereits mit der neuen Homepage und wenn man da die alte daneben legt, freut man sich richtig, dass die überarbeitete bald online geht.“ Vor dem Wahlsonntag, 26. Mai, wird das jedoch nicht der Fall sein. Das Risiko, dass beim Übertragen der Datenmengen etwas schief läuft, sei zu groß. „Aber gleich danach wird die neue Version online gehen.“

Die Verwaltung sei mit der Arbeit daran schon sehr weit, nur „kleinere Teile fehlen noch“, so d’Aubert am Mittwoch. Neue Fotos – von denen es viele geben soll – wurden bereits aufgenommen, viele Texte wurden überarbeitet oder an die entsprechenden Abteilung weitergegeben. Auch die Vereine hat die Gemeinde aufgefordert, ihre Kontaktdaten zu aktualisieren. Gänzlich neue Services wird die Homepage nicht bieten. Aber die Menüführung soll einfacher werden, verlinkte Stadtpläne oder Wanderkarten in besserer Qualität zur Verfügung stehen. Außerdem wird die neue Seite im sogenannten responsiv Design entwickelt. Das heißt, dass die Seitendarstellung sich an mobile Geräte, wie Tablets oder Smartphones, anpasst. Die bisherige Homepage stellt gerade Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen vor eine Herausforderung, weil die Schrift der Bekanntmachungen oder der Menüleisten doch recht klein ist. Deshalb wurde die neue Seite auch unter dem Aspekt der Barrierefreiheit entwickelt: größere Schrift, leichte Sprache bei den Texten um die Vorlesefunktion zu verbessern, schärfere Kontraste und mehr Farben.

„Insgesamt wirkt die neue Homepage einfach lebendiger und großzügiger“, ist sich d’Aubert sicher. Davon können sich dann auch die Nutzer überzeugen, wenn die Seite nach der Wahl online gegangen ist. Das wird im Übrigen „still“ über die Bühne gehen, heißt, es wird einen nahtlosen Übergang zwischen alt und neu geben.