Grenzach-Wyhlen Internet: Freifunker freuen sich auf Glasfaser

Schnelleres Internet verbessert auch Freifunk-Angebot. Derzeit gibt es in Grenzach und Wyhlen rund 115 Router

Der Verein Freifunk Dreiländereck hält am 27. Oktober seine Hauptversammlung in Grenzach-Wyhlen ab. Hier wurde der Verein gegründet und hat trotz seiner regionalen Ausdehnung bisher große Erfolge in der Abdeckung mit freiem Wlan erzielt. Aber es gibt auch Probleme, weshalb der Verein auch auf den schnellen Internetausbau mit Glasfaser durch den Landkreis setzt.

Viele Nutzer

In seinem System kann Tilo Levante, einer der fünf gleichberechtigten Vorstandsmitglieder im Verein, sehen, wie viele Nutzer gerade über die Freifunkinfrastruktur im Internet angemeldet sind: Mittags gegen 12 Uhr sind es in der gesamten Gemeinde rund 250. „Abends kommen wir leicht auf mehr als 1000 Nutzer“, weiß Levante. Was wie ein großer Erfolg klingt, birgt auf der anderen Seite das Problem: Vor allem in Grenzach sind es oft zu viele Nutzer für die Datenleitungskapazität, die zur Verfügung steht. Im Bereich der Zielmattenhalle, des Hauses der Begegnung und von Geschäften der Baslerstraße werden insgesamt 100 Mbit von 30 Knoten geteilt. Soll heißen: Diese Datenmenge müssen sich alle Nutzer teilen, die in den entsprechenden Knotenpunkten angemeldet sind. Je mehr Leute online sind und Daten aus dem Internet laden, umso langsamer wird für jeden einzelnen die Verbindung. Man bekommt das Gefühl, dass der Freifunk nicht oder nur sehr langsam funktioniert.

Rettung ist zum Glück in Sicht. „Im November soll vom Zweckverband Breitbandversorgung des Landkreises das Glasfaser-Backbone auch durch Wyhlen gelegt werden“, weiß Levante. Damit werden deutlich höhere Datendurchflussraten möglich sein, so dass sich das Problem des zu langsamen Freifunks erledigen sollte.

Wenig Router

Aber auch sonst bekommen es die insgesamt etwas 30 Mitglieder des Vereins, davon acht aus Grenzach-Wyhlen, im Ort mit Herausforderungen zu tun. Zum Beispiel machen noch nicht genügend Bürger mit. Man müsste sich eigentlich nur einen Router für 20 bis 30 Euro kaufen und könnte dann seine Internetverbindung teilen. Trotz der Vorteile für Aufsteller gibt es immer wieder Stellen in beiden Gemeindeteilen, wo Freifunk nicht erreichbar ist. Aktuell gibt es etwa 70 Router in Grenzach und 45 in Wyhlen. „Mehr wäre gut“, meint Levante, der sich auch wünscht, dass der ein oder andere technikaffine Aufsteller dazustoßen würde.

Wirkliche Probleme mit den Nutzern gab es laut Levante bisher keine. Er erinnert sich an einen Fall, als eine Mutter vom Verein wünschte, dem Smartphone des Sohnes keinen Freifunkzugang zu genehmigen. Der Junge sollte nur zu festgelegten Zeiten ins Internet und fand natürlich bald heraus, dass er das Verbot durch die Nutzung von Freifunk umgehen konnte.

Dem Anliegen der Mutter wurde nicht entsprochen, weil der Verein die Erziehung nicht als seine Aufgabe betrachtete. „Das Internet ist wie eine Straße öffentlicher Raum“, gibt Levante seiner Überzeugung Ausdruck. Man würde auch nicht für einzelne Personen die Straße sperren.

Zur Mitgliederversammlung lädt der Freifunkverein Dreiländereck am Freitag, 27. Oktober, 19 Uhr, in die Hauptstraße 47 in Grenzach-Wyhlen ein. Eingeladen sind Mitglieder und Interessierte.

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