Grenzach-Wyhlen Im Familienzentrum geht’s eng zu

Rund dreieinhalb Jahre gibt es den Familientreff, die Zweigstelle des Rheinfelder Familienzentrums, nun in den Räumen eines Einfamilienhauses in Wyhlen. Dies ist eine lange Zeit, in der sich vieles verändert hat, egal ob im Angebot, oder bei den Besuchern. Agnes Deiß, Koordinatorin des Familientreffs, freut sich über eine positive Entwicklung und neugewonnene Kooperationspartner.

Mit einem einzigen Tag in der Woche startete im Oktober 2014 das Angebot des Familientreffs in Grenzach-Wyhlen. Mittlerweile bietet es in seinen Räumen ein Programm, bei dem für jeden etwas dabei ist, teils vom Familientreff selbst, teils aber auch von Kooperationspartnern.

Egal ob Bellycafé für Schwangere, Zwergencafé für Mütter mit kleinen Kindern oder Offener Treff für jedermann – die Besucherzahlen sprengen immer wieder den Rahmen des Machbaren. „Teilweise sitzen hier 15 Elternteile plus die dazugehörigen Kinder,“ sagt Agnes Deiß. Dann wird es eng in dem rund 30 Quadratmeter großen Raum, ganz zu schweigen von der Schwierigkeit, zu solchen Zeiten noch einen Parkplatz in der Nähe zu ergattern. Der Wunsch zu erweitern sei deshalb natürlich immer vorhanden, so Deiß, aber noch lange nicht spruchreif. Vorerst rücke man einfach enger zusammen.

Die Koordinatorin des Familientreffs Agnes Deiß.
Die Koordinatorin des Familientreffs Agnes Deiß. | Bild: Leony Stabla

Am Donnerstagnachmittag steht der „Tag der Vielfalt“ auf dem Programm. Da wird gebastelt, gebacken oder auch Geschichten gelesen. Dieser Nachmittag richtet sich an Kinder im Kindergartenalter und schließt somit eine frühere Lücke zwischen den Angeboten für Kleinkinder und Schulkinder. „Wir haben gemerkt, dass es schwer ist den Kindern und Eltern Informationen über unser Programm zukommen zu lassen, wenn der Übergang fehlt,“ erklärt Deiß. Man habe den Familientreff dann nicht mehr so im Blick, deshalb habe man dieses Loch gefüllt, mit Erfolg.

Eine weitere Veränderung, die Deiß in der letzten Zeit bemerkt hat, ist eine steigende Vielfalt der Nationalitäten der Besucher. „Das ist wirklich schön zu sehen,“ freut sie sich, „denn genau das ist ja das Konzept des Familienzentrums: Eine Anlaufstelle zu sein für alle Menschen, egal welchen Alters, Nationalität oder Status.“ Deshalb freut sich Deiß auch sehr auf die im Februar startende neue Kooperation mit der VHS. Unter dem Namen „Mosaik-Alltag“ bietet der Familientreff ausländischen Müttern die Möglichkeit sowohl Deutsch als Fremdsprache, als auch einen Einblick in den Alltag und die Gepflogenheiten in Deutschland von einer Dozentin zu lernen und ihre Kinder einfach mitzubringen.

„Dieses Projekt ist an sich schon ein riesen Gewinn,“ schwärmt Deiß, jedoch hoffe sie zusätzlich, dass es vielleicht als Türöffner dienen könne. Möglicherweise können man so jemanden finden, der noch bereit wäre die Zukunft des Familientreffs mitzugestalten. „Gäste werden immer wieder zu Gastgeberinnen,“ sagt sie, „es ist schön zu sehen, dass die Leute hier das Gefühl haben sie könnten mitgestalten und etwas bewegen.“

Infos im Internet: www.familienzentrum-rheinfelden.de

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