Seinen fünften Geburtstag feiert der Familientreff in Wyhlen und bietet inzwischen ein vielfältiges Programm. Was als Doppelseite im Programm des Familienzentrums Rheinfelden begann, füllt zwischenzeitlich beinahe das halbe Heft der gemeinnützigen Institution. Es gibt Angebote wie das „Café lebensWert“.

Jeder braucht einmal Hilfe

„Hand aufs Herz: Jeder braucht einmal Hilfe, einen guten Rat oder einfach nette Gesellschaft.“ So wirbt das Familienzentrum für das neue Angebot, das als Mehrgenerationenprojekt Familien im ganzen Zyklus ansprechen soll. Im Rahmen des Sonderprogramms Quartier 2020, das vom Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg ins Leben gerufen und mit Mitteln des Landes finanziert wird, haben der Familientreff und die Gemeinde mit der Idee des „Cafés lebensWert“ an einer Ausschreibung teilgenommen.

Den Kontakt zwischen den Generationen fördern – das ist das Ziel des Cafés lebensWert im Familientreff in Wyhlen.
Den Kontakt zwischen den Generationen fördern – das ist das Ziel des Cafés lebensWert im Familientreff in Wyhlen. | Bild: Kathrin Blum

Jung und Alt sollen sich hier Treffen

„Wir wollten einen Ort schaffen, an dem sich Jung und Alt treffen“, so Birgitt Kiefer, Geschäftsführerin des Familienzentrums. Und Ilona Fritz-Schild, Seniorenbeauftragte der Doppelgemeinde, ergänzt, dass es schon viele Angebote für Familien und auch für Senioren gebe, aber kaum eine Überschneidung.

Alles beruht auf Gegenseitigkeit

„Aus meiner Zeit beim Familienzentrum wusste ich, dass gerade vonseiten junger Familien immer wieder der Wunsch nach Kontakten zur älteren Generation da war“, erzählt die ehemalige Geschäftsführerin der Rheinfelder Institution. Und nun erfahre sie täglich, dass dies auf Gegenseitigkeit beruhe. Die Gründe dafür seien oft simpel. Der eine kann, was der andere nicht mehr, oder eben noch nicht kann. Vielleicht hat der eine die Kraft zum Rasenmähen, während der andere einen Rat weiß, warum der Braten nie gelingt, oder wie man einen Knopf annähen kann.

Nachbarschaftshilfe funktioniert

Nachbarschaftshilfe funktioniere in Grenzach-Wyhlen zwar immer noch, doch gerade in einer Zuzugsgemeinde sei es manchmal schwierig, mit den richtigen Menschen in Kontakt zu kommen, da sich viele einfach zu wenig kennen. Und genau hier soll nun das „Café lebensWert“ ansetzen. Die Gastgeberinnen Sabine Müller-Grote und Sonja Reinecke laden in herzlicher Atmosphäre ein, sich bei Sahnetorte und Kaffee auszutauschen, miteinander in Kontakt zu kommen, seine Stärken und Schwächen zu entdecken und sich gegenseitig zu helfen.

Eine Kartei ist zu anonym

„Sicher hätte man auch einfach nur eine Kartei anlegen können, was den Gastgeberinnen aber zu anonym erschien“, erklärt Fritz-Schild. Außerdem führe oft erst das Gespräch zu der Erkenntnis, dass eine Fähigkeit für jemand anderen nützlich sein könne. Das Ministerium jedenfalls fand die Idee gut und hat eine Finanzierung bis Ende Oktober bewilligt. Nun bleibt zu hoffen, dass das Angebot weiterhin so rege genutzt wird, wie es bisher der Fall ist, damit es auch danach weitergehen kann.

Das „Café lebensWert“ findet jeden Freitagnachmittag, außer in den Ferien, um 15.30 Uhr, im Familientreff Gren zach-Wyhlen In den Abtsmatten 2a statt. Nächster Termin: 6. September.

Informationen im Internet:
http://www.familienzentrum-rheinfelden.de

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