Grenzach-Wyhlen – Noch bevor alle Sitzungsteilnehmer der Ortsgruppe IG Velo am Donnerstag beim Runden Tisch im Seniorenzentrum Emilienparkt überhaupt anwesend waren, begann eine muntere Diskussion. Großes Thema war die in den vergangenen drei Wochen durchgeführte Aktion „Abstand rettet Leben“.

Plakataktion enttäuschend

Mit großem Engagement und Genehmigung der Gemeinde hatten die Mitglieder der IG Velo 20 Plakatschilder entlang der B 34 sowie der Ritterstraße an Straßenlaternen befestigt. Leuchtend gelb weisen diese darauf hin, dass der Mindestabstand vom Auto zum Fahrradfahrer 1,50 Meter betragen muss, um für beide Verkehrsteilnehmer ausreichende Sicherheit zu garantieren. Das Fazit der Sitzungsteilnehmer zu der Aktion wart jedoch verhalten. Das erhoffte Ziel war, Auto-, Bus- und vor allem Lkw-Fahrer für diesen Mindestabstand zu sensibilisieren. Die Velofahrer waren sich aber nicht sicher, ob die in 2,20 Meter Höhe aufgehängten Schilder überhaupt wahrgenommen wurden, denn nach wie vor komme es zu recht prekären und nicht selten lebensgefährlichen Situationen.

Warnwesten sollen helfen

Gerade auch das Passieren der in die Fahrbahn ragenden Fußgängerquerungen spiele bei Sicherheit für Radfahrer eine große Rolle. „Es passiert mir sehr oft, dass ich kurz vor diesen Querungen noch auf Gedeih und Verderb mit kaum Abstand überholt oder auch ganz ausgebremst werde“, so eine Radlerin. Sie wünscht sich ein Mitdenken der Verkehrsteilnehmer, die durch eine Blechhülle geschützt werden. Der Abstand zum anderen Verkehrsteilnehmer ist ein Dauerthema für die Velofahrer. Der nächste geplante Aktionsschritt ist die Einführung von bedruckten Warnwesten für die Radfahrer mit genau dieser Bitte nach anderthalb Metern Puffer- und Sicherheitszone.

Brief an Ordnungsamt

Neben diesem Hauptthema sind der IG auch noch andere Themen wichtig, die sie als Brief zusammengefasst an Alessa Mutter, der stellvertretenden Ordnungsamtleiterin, übergeben wollen. Einer der Punkte sind einige schlecht ausgeleuchtete Radwege und auch Radwegabschnitte. Grade an die kleinen Fahrradfahrer müsse in diesem Fall gedacht werden. Ebenfalls sehr schwierig für junge Verkehrsteilnehmer mit Rad seien die Wasserabläufe am neu ausgebauten Straßenteil beim „Hörnle“. Diese lägen ganze drei Zentimeter unterhalb des Asphaltes und hätten damit fast schon Schlaglochcharakter. Auf diesen Mängel hingewiesen haben die Velofahrer nach eigenen Angaben allerdings schon während der Bauphase. Bislang aber ohne Erfolg.

IG bietet Feierabendtouren

Die Teilnehmer hatten aber auch Schönes zu berichten. So bietet die IG Feierabendtouren für Jung und Alt mit dem Rad an, die erste findet am Freitag, 26. April, um 18.30 Uhr statt. Start ist an der Hochrheinhalle.

Die etwa zweistündige Tour geht nach Muttenz zu Rebbergen.Wer dabei sein möchte, aber noch kein Fahrrad hat, kann sich heute, Samstag, 13. April, ab 8 Uhr auf der von der IG Velo veranstalteten Fahrradbörse ein auf Verkehrssicherheit und Fahrtauglichkeit geprüftes Rad zulegen.

Die Velobörse findet auf dem Meraner Platz in Lörrach statt.

Alle weiteren Termine der IG Velo im Internet:
http://www.igvelo.de