Grenzach-Wyhlen IG Velo: „Da schlackert man mit den Ohren“

Die IG Velo spricht von gefährlicher Situation am Hörnle. Befahrung der kritischen Punkte für Mitte Mai geplant.

Grenzach-Wyhlen – Als gefährlich stuft die IG Velo die Baustelle am Hörnle ein und wirft den Verantwortlichen Versäumnisse bei der Planung vor. Diese hätten dazu geführt, dass es nun nur noch gestückelte Lösungen geben würde, so der Tenor beim monatlichen Treff der Interessengemeinschaft im Auerhahn in Wyhlen.

„Es gibt so viele gefährliche Situation wenn man sich da eine Stunde hinstellt, da schlackert man mit den Ohren“, so Arne Wintrich.

  • Baustelle Hörnle: Die Ausfahrt von der Unterführung auf die B34 Richtung Basel ist direkt in der Verengung der Baustelle und so schmal, dass laut IG Velo kein Einfädeln in den Verkehr möglich ist. Man müsste als Radfahrer also eigentlich darauf warten, bis beide Seiten eine Rotphase haben, um dann gefahrlos die Engstelle passieren zu können. Weiter war es mit der Gemeinde abgesprochen, dass Radfahrer schon ab der Bushaltestelle am Zollamt auf den Gehweg wechseln dürfen, um dann rechts am Stau vorbeifahren zu können.

Hier ist die Beschilderung jetzt erst wesentlich weiter hinten aufgestellt, wo es jedoch keine Bordsteinabsenkung mehr gibt. Somit ist es den Radfahrern gar nicht mehr möglich auf den Gehweg zu wechseln. Die IG Velo wünscht sich daher, dass hier die Situation für Radfahrer entschärft wird und bei der Verlegung des Verkehrs auf die neue südliche Trasse die Radfahrer auch wieder durch die Baustelle fahren dürfen. Für die Dauer der Vollsperrung versucht die Gemeinde allerdings eine weiträumige Umfahrung entlang der Grenze und über die Gärtnerei zu schaffen.

  • Radschnellwege: Dem Radschnellweg zwischen Schwörstadt und Grenzach räumt die IG keine großen Chancen zur Realisierung ein. Insgesamt gibt es 70 Bewerber auf nur zehn vom Land bezuschusste Projekte. Davon hat ein Großteil eine höhere Einstufung erhalten. Auf der Strecke von Eimeldingen nach Weil am Rhein geht man von 2100 Radfahrern pro Tag aus, auf der Hochrheinstrecke von lediglich 1000 Radfahrern.Allerdings sind die Pläne für normale Radwege zwischen Rheinfelden und Grenzach so lange gestoppt, bis absolut sicher ist, das kein Radschnellweg vom Land gebaut werden soll. Die IG Velo diskutierte daher auch, ob es nicht sinnvoller wäre, von dem Konzept der Radschnellwege abzukommen und stattdessen die vorhandenen Radwege zu verbessern und Lücken zu schließen.
  • B34 neu: Besprochen wurde auch die B34 neu. Hier kritisiert die IG, dass es noch kein durchgehender Radweg entlang der Umgehungsstraße geplant ist. Die Radfahrer wünschen sich daher, dass die Gemeinde wie vereinbart ein auf Radverkehr spezialisiertes Planungsbüro beauftragt, die noch vorhandenen Lücken zu schließen. Weiter muss noch geklärt werden, wie Radfahrer bei der neuen Unterführung am Hörnle als Linksabbieger von der Umgehungsstraße in den Ort gelangen sollen, so die IG bei ihrem Treffen. Die Unterführung in der Rheinstraße wird aufgrund von Verzögerungen wohl erst im Juli oder August eröffnet werden. Bei der IG Velo ist man der Meinung, dass auch hier wieder mangelnde Planung die Ursache ist. Bei der Versammlung kam die Frage auf, warum es in Grenzach-Wyhlen keine Velöbörse gibt. Hier hat man sich darauf geeinigt, dass dies zu viel wäre, man lieber die umliegenden Börsen unterstützt. Bei der nächsten Sitzung am 17. Mai möchte man die gefährlichen Punkte vor Ort besprechen. Treffpunkt ist um 18 Uhr bei der Hochrheinhalle.

Ihre Meinung ist uns wichtig
Die leckersten Gins vom Bodensee und Schwarzwald
Neu aus diesem Ressort
Grenzach-Wyhlen
Grenzach-Wyhlen
Grenzach-Wyhlen
Grenzach-Wyhlen
Grenzach-Wyhlen
Grenzach-Wyhlen
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren