Grenzach-Wyhlen (vep) Sportlich geht‘s zu an der Hochrheinhalle – aber etwas anders als gewohnt. Sportlich ist das Zeitfenster, in dem die Gemeinde die Sanierung der Mehrzweckhalle abschließen will. Zum Start des neuen Schuljahres soll der zweite Bauabschnitt erledigt sein. Laut Rudolf Schartel, stellvertretendem Bauamtsleiter, liegt das Projekt im Plan. Allerdings sorgt das unbeständige Wetter für Ungemach.

Am Tag unsres Besuchs war frühmorgens eine Gewitterfront über Grenzach-Wyhlen gezogen. Als Schartel das Dach der Halle erklimmt ist es gerade trocken, aber lange währt das nicht. „Dieses Wetter ist für so eine Baustelle problematisch“, sagt er und weicht einer Pfütze aus, die sich auf den unebenen Schweißbahnen aus gebildet hat. Genau die werden nun auf der rund 2000 Quadratmeter großen Fläche erneuert. Zwischen Obermaterial und Dachkonstruktion kommt eine sogenannte Dampfsperre. „Das ist eine Folie, die diffundiert – also verhindert, dass sich Wasser bildet.“

Genau das ist aber aufgrund der heftigen Regentage passiert, wie sich im Inneren der Halle zeigt. Unter den Oberlichtern sind Netze gespannt, damit bei den Arbeiten – auch diese Kuppeln werden ausgetauscht – kein Material oder gar Arbeiter auf den Boden stürzt. Eines dieser mit Plastikfolie ausgelegten Netze hängt schwer herunter, in der Mitte hat sich Wasser gesammelt. „Das gefällt mir gar nicht“, sagt Schartel und wird später mit der beauftragten Firma telefonieren. Gerne hätte die Gemeinde für die Dachsanierung eine andere Form gewählt. „Wir haben geprüft ob ein Pultdach möglich ist.“ Das hätte den Vorteil, das durch die Schräge Wasser abfließt. Und es wäre nachhaltiger. Denn die neuen Schweißbahnen werden in 20 bis 30 Jahren bereits wieder ausgetauscht werden müssen. „Das ist für den Gemeindehaushalt natürlich nicht gut.“ Dieses Jahr stecke man bereits 400 000 Euro in die Sanierung, um die Halle aus den 70ern wieder zu ertüchtigen. Hinzu kommt ein Übertrag aus dem Haushalt 2018 von 300 000 Euro. Denn neben der Erneuerung des Dachs wird eine moderne Brandmeldeanlage installiert. In die Zwischendecke wird eine Absauganlage installiert. Die angesaugte Luft kommt mit einem Sensor in Kontakt, der Alarm schlägt, wenn sich Rauch in der Luft befindet.

Wenn die Schule wieder anfängt, muss die Halle wieder zur Verfügung stehen. Doch die nächste Baustelle steht schon ins Haus. Denn während der Arbeiten an der Brandmeldeanlage wurde teils marode Elektroleitungen entdeckt. „Wie groß das Ausmaß ist, müssen wir noch prüfen“, so Schartel. Dann kommt die Maßnahme in den nächsten Haushaltsplan.