Grenzach-Wyhlen Grenzach-Wyhlen: Am Rhein entlang gibt es viel zu entdecken

Der Uferweg am Rhein entlang der Gemarkungsgrenze ist rund 6,5 Kilometer lang. Wie gut man auf ihm wandern kann und was es dabei zu entdecken gibt, haben wir in einem Test ausprobiert.

Etwa 6,5 Kilometer lang erstreckt sich die Gemarkungsgrenze am Rhein entlang. Doch ist der Fluss auch auf dieser Länge erlebbar? Wir haben das Wochenende genutzt, um dies zu beobachten.

Sobald der Rhein von Osten her das Gebiet der Gemeinde erreicht, strömt er bereits an einem historisch bedeutsamen Ort vorbei, an den Resten des alten römischen Kastells, errichtet zum Schutz des Flussüberganges. Auf dem Weg zum Altrhein führt der Weg direkt am Unterstand für Vogelbeobachtung vorbei. Dort mit anderen Besuchern in Gespräch zu kommen, fällt schwer, denn Ruhe ist eine Voraussetzung, um Vögel nicht zu verschrecken. Überhaupt spielen Vögel am gesamten Rheinweg eine große Rolle. Vor allem in den bewaldeten Abschnitten südlich von Wyhlen gestalten sie ihre lautstarken Konzerte.

Etwas unauffällig zweigt der Rheinuferweg nach dem Kraftwerk vom Degussaweg ab, kein Wegweiser empfiehlt die sich anschließende reizvolle Strecke. Doch Ortskundige kennen den nun etwa zwei Kilometer langen Weg. Mal offen nach Norden hin, mal durch Wald und immer wieder Blicke auf den Fluss und das gegenüberliegende Ufer freigebend. Leicht zu gehen ist auf dem Weg. Auch das Ehepaar Schmidt aus Wyhlen geht hier mehrfach in der Woche entlang, hier finden ihre beiden Hunde gute Möglichkeit zum Auslauf. „Uns stört der viele Müll, am Weg,“ erzählt das Ehepaar. „Neben den vielen Getränkedosen und Flaschen sind es immer mehr Glasscherben direkt am Wegesrand.“

Radfahrer seien oft zu schnell unterwegs und bringen Fußgänger in Bedrängnis, auch auf dem östlichen Abschnitt des Weges, auf dem Radfahren gar nicht erlaubt ist. Wenig später zieht eine gelbe Tafel den Blick auf sich, das ist keine Ortstafel, sondern die Markierung des südlichsten Punktes in Baden-Württemberg. Eine Sitzbank lädt hier zum Verschnaufen ein.

Ein Läuferin flitzt vorbei, hat es eilig, auch das ist typisch für den Rheinuferweg. Einige Schritte abwärts erreicht man direkt am Wasser die einstige Anlegestelle, hier weist eine wilde Grillstelle darauf hin, was wohl doch gewünscht wird. Noch bis zum Freibad führt der Uferweg, vorbei an der großen Gärtnerei. Am Samstagvormittag funktioniert das Miteinander von Fußgängern und Radfahrern problemlos. Das Sommerbad wird oben umgangen, erst an der Industrieanlegestelle führt eine Treppe wieder hinab ans Wasser.

Kurz danach folgt die öffentliche Anlegestelle, an der täglich außer montags das Ausflugsschiff nach und von Rheinfelden festmacht. Am Brunnen neben dem Knick der Rheinallee führen Stufen hinab zu einer Plattform. Junge Leute nutzten am Freitagabend die letzte Sonnenstrahlen für eine fröhliche Zusammenkunft, auch Ausdruck dafür, wie stark doch Aufenthaltsmöglichkeiten am Rhein gesucht werden.

Und dann folgt schließlich ein langes Stück derzeit gesperrter Uferweg, der Grund hierfür ist die Sanierung der Kesslergrube. Eigentlich war dies ein besonders schöner Abschnitt am Fluss. Doch der Bau der Umgehungsstraße schränkt diesen Wegabschnitt beträchtlich ein, nur noch vom Heerweg aus zugängig endet dieser Abschnitt als Sackgasse kurz vor dem Gelände des Yachtclubs.

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