Das Freibad in Grenzach gilt in der gesamten Region als Vorzeigebad, das durch seine Sauberkeit, seine Schatten spendenden Bäume sowie die Freundlichkeit des Bäderpersonals geliebt und geschätzt wird. Rund 82 000 Menschen haben das Bad am Rhein bisher besucht – das ist zufriedenstellend, aber das Team um Leiter Massimo Pinto hofft auf mehr.

Bis vergangenen Dienstag haben 81 487 Gäste das Bad am Rhein besucht – der heiße Sonntag dürfte noch einige hundert mehr angezogen haben. Pinto hofft, dass auch in diesem Jahr die 100 000-Besucher-Marke geknackt werden kann. Deshalb hoffen alle auf gutes und sonniges Wetter im August und September, bis das Freibad – je nach Wetterlage – gegen den 20. September herum seine Pforten wieder schließen wird.

Der Juni war in diesem Jahr besser als 2018, der Juli aber im Vorjahr stärker. Die höchste Besucherzahl habe das Bad am 30. Juni mit 5792 Besuchern verzeichnet.

Weiterhin gutes Wetter wünscht sich das Bäderpersonal jedoch nicht nur für die Gäste, sondern auch für sich selbst. Denn wenn die 100 000-Besucher-Marke überschritten wird, winkt dem Personal eine Prämie, die im vergangenen Jahr vom Gemeinderat beschlossen wurde.

Doch was geschieht eigentlich an weniger sonnigen Tagen im Freibad, welche Aufgaben hat das Personal dann zu erledigen? Massimo Pinto erklärt dazu, dass man auch bei schlechtem Wetter tagtäglich Stammgäste zu verzeichnen habe. Ein ganz leeres Bad gebe es gar nicht, weil die Wassertemperatur dank Solarunterstützung konstant angenehme 25 Grad Celsius betragen. Die ruhigen Schlechtwettertage nutzt das Team für Aufgaben, die bei Hochbetrieb kaum erledigt werden können. Außerdem fallen auch dann normale Pflichten: Die Technik muss gewartet werden, das Bad muss sauber gehalten werden, was vor allem nach Starkregen oder Stürmen wichtig ist. Darüber hinaus müsse man sich um Fundsachen kümmern, denn viele Gäste lassen persönliche Gegenstände liegen. Aber natürlich werden Regentage auch genutzt, um Überstunden abzubauen. Besonders erfreut zeigt sich Pinto darüber, dass in der laufenden Saison Stefan Maihoffer, Mitarbeiter des Werkhofes, zum Bäderpersonal stoßen konnte. Maihoffer sorge seither vorbildlich für gepflegte Rasenflächen, aber auch um andere Details, die das Bad noch attraktiver machen sollen. Dazu zähle auch das Freischneiden von Hecken am Rhein, sodass die Badegäste nun auch an mehreren Stellen freie Sicht auf den Rhein genießen können.

Stefan Maihoffer hatte die Idee, aus einem Busch ein lachendes Gesicht zu machen.
Stefan Maihoffer hatte die Idee, aus einem Busch ein lachendes Gesicht zu machen.

„Zu den Akten“ gelegt werden könne auch das Thema Nilgänse, so der Chef des Bäderbetriebes. Dies habe man vor allem dem 630 Meter langen Zaun entlang des Rheins zu verdanken, der die Nilgänse trotz anfänglicher Bedenken vom Freibadareal fernhält. Der Zaun sei jedoch nicht nur wegen der Nilgänse geschaffen worden, sondern auch wegen der Verkehrssicherungspflicht der Gemeinde, so Massimo Pinto. Er habe seine Sorge dem Bürgermeister mitgeteilt, dass der ungesicherte Zugang zum Rhein vor allen Dingen für Kleinkinder eine Gefahr darstelle.

Besonders erfreut zeigte sich das Bäderpersonal darüber, dass die Freibadsaison bisher friedlich und unfallfrei verlaufen konnte. Und: Dass viele Gäste das Lob fürs Freibad auch aussprechen und nicht für sich behalten, sei für jedes einzelne Teammitglied ein schöner Ansporn, weiter gute Arbeit zu machen.