So ein Fest bedeutet immer auch Arbeit. Seit wann laufen die Planungen und wie viele Helfer sind im Einsatz?

Die Planungen für das nächste Fest beginnen eigentlich immer direkt, nachdem das aktuelle Fest vorbei ist. Dann besprechen wir, welche internen Abläufe vielleicht verändert werden müssen. Mit dem Aufbau haben wir am Donnerstag begonnen, abends haben wir das Zelt aufgestellt, in dem etwa 100 Personen Platz haben. Das ganze Wochenende über sind 50 Helfer im Einsatz.

Sie konnten im vergangenen Jahr erstmals nach einer Unterbrechung wieder Felchen anbieten. Dieses Jahr auch?

Es gibt auch in diesem Jahr wieder Felchen, und wir sind sehr froh darüber. Sie sind einfach sehr beliebt und kommen immer gut an.

Warum konnten Sie den Fisch eine zeitlang nicht anbieten?

Felchen gibt es hier in der Gegend kaum, darum bestellen wir sie. Früher haben wir sie über einen Schweizer Fischhändler bezogen. Da die Schweiz nicht in der EU liegt, mussten wie die Fische verzollen und das wurde über die Jahre hinweg immer komplizierter, so dass wir das irgendwann nicht mehr leisten konnten. Nun haben wir aber einen sehr guten Großhändler aus Deutschland gefunden, der uns die Fische für das Fest frisch liefert.

Am Wochenende finden in der Region einige weitere Fischerfeste und -verkäufe statt. Haben Sie Bedenken, dass darum weniger Gäste zu Ihnen kommen?

Nein, überhaupt nicht. Jeder Verein hat seine Stammkundschaft, das gilt auch für uns. Wir haben viele Gäste, die jedes Jahr zu uns kommen, da machen wir uns keine Sorgen. Wir bieten das gleiche an wie immer, Forellen, Aal, Felchen, Zander im Bierteig und Calamaris, für Kinder und alle, die keinen Fisch mögen, gibt es auch auch Würstchen Pommes und Kaffe und Kuchen. Das kommt immer gut an. Die Einnahmen aus diesem Fest sind unsere wichtigste Einnahmequelle. Sie kommen dem Verein zugute, außerdem setzen wir sie auch für Renaturierungsmaßnahmen ein.

Welche Maßnahmen sind das?

Ein Beispiel der Bereich Salzlände am Hörnle. Da haben wir uns, zusammen mit dem BUND und weiteren, dafür eingesetzt, dass am Ufer Flachwasserzonen und Kiesinseln entstanden sind, damit die Fische dort laichen können. Zuvor war dort alles zubetoniert. Wir engagieren uns auch an anderen Stellen des Rheins, und, wenn die Sanierung der Kesslergrube beendet ist, möchten wir auch dort mitreden können, wie der Bereich gestaltet wird. Dafür stehen wir ständig mit Roche in Kontakt.

Fragen: Elena Borchers