Langsam bewegen sich Besucher zwischen den Stellwänden durch die Ausstellung, lesen Informationstexte und studieren Briefmarken. Die ausgestellten Sammlungen auf der Regiophila 2018 zeigen eine große Themenvielfalt.

Zwölf Sammler zeigen 15 Sondersammlungen, die sie aufwendig und liebevoll mit Informationen aufbereitet haben. Auf sechs Stellwänden zeigt ein Aussteller eine breite Sammlung über Honigbienen und Solitärbienen. Briefmarken aus Rumänien, dem Kongo oder den Komoren rund um das nützliche Insekt und die Imkerei sind über sechs Stellwände verteilt, die jeweils mit zwölf A4 großen Infoblättern, ergänzt mit Fotos, Postkarten oder Ausführungen und Erklärungen zur Geschichte der Imkerei, dem Bienenstaat, der Zucht oder Bestäubung, nahezu eine Abhandlung über das kleine Tier bietet.

„Ist das der Preis?“, erkundigt sich ein Interessent beim Stöbern und zeigt auf die beschrifteten Aufkleber. „Das ist der kleinste Preis“, antwortet Alfons Reißfelder. An der Börse bietet der Rheinfelder verschiedene Marken, postkarten und Münzen zur deutschen Zeitgeschichte an.

Eine Marke aus Kuba.
Eine Marke aus Kuba. | Bild: Horatio Gollin

Reißfelder sammelt Feldpost und Kriegsgefangenenpost aus dem zweiten Weltkrieg, Postkarten mit deutschen Armeeeinheiten und Bedarfsbriefe aus den Besatzungszonen der Nachkriegszeit sowie Marken aus der Bundesrepublik, der DDR, Berlin und der Schweiz. Zur Börse hat er seine „Dubletten“ mitgebracht. Briefmarken sammelt er seit 50 Jahren. Das kam einfach, als er sich ein ruhigeres Hobby suchte, sagt er.

Die Mitglieder des Briefmarkensammlerbunds Grenzach Wyhlen kümmern sich um die Verköstigung der Besucher mit Fleischkäse und Kartoffelsalat und schauen nach dem Rechten. Auch die Frauen sind eingebunden, sagt Daniel Herrmann, Vorsitzender des 42 Mitglieder starken Vereins. Er führt aus, dass der Verein früher jährlich eine eigene Ausstellung organisierte. Das möchte er gerne wieder aufgreifen und der Verlauf der Regiophila zeigt ihm, dass es immer noch ein Interesse an der Philatelie gibt.

Selbst zeigt Herrmann auf der Regiophila keine Ausstellung. Er stellt international aus und nimmt mit seinem Spezialgebiet Olympischen Spiele an Weltausstellungen teil. Die Regiophila soll den regionalen Hobbyausstellern und ihren besonderen, einzigartigen Sammlungen vorbehalten sein.

„Das ist das erste Mal, dass die Sammlungen so gezeigt werden“, sagt Herrmann und erklärt, dass die Aussteller aus dem ganzen Dreiländereck kommen. Die Regiophila wird von 50 Vereinen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz getragen und findet jährlich in einem anderen der drei Länder statt. Angetan ist Herrmann von einer Feldpostsammlung, die sogar Soldatenbriefe aus der Zeit Napoleons zeigt.