Grenzach-Wyhlen (mar) Mit dem Start am südlichsten Punkt von Baden-Württemberg, in unmittelbarer Nähe des Areal der Firma Holcim, begann am frühen Mittwochmorgen für den 36 Jahre alten Andreas Eckermann aus Endingen die Fahrradtour nach Sylt, mit der er Spenden für den Bundesverband des Kinderhospizes sammelt. Bereits im Vorfeld kamen etwa 60 000 Euro zusammen.

Im Beisein der beiden Bürgermeister aus Grenzach-Wyhlen, Tobia Benz sowie dessen Amtskollege aus Endingen, Tobias Metz, betonte Eckermann vor dem Start noch einmal wie wichtig ihm die Unterstützung des Bundesverbandes Kinderhospiz ist und was ihn motiviert, die körperlichen Strapazen der Spendentour auf sich zu nehmen. Für den Einsatz gab‘s ein großes Lob von Per Toussaint und Horst Döring – Vertreter des Bundesverbands, sowie von Claudia Trimpin aus Grenzach-Wyhlen. Sie engagiert sich ehrenamtlich im ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst. Sie alle unterstrichen die Bedeutung von Kinderhospizen. Die Auseinandersetzung mit sterbenden Kindern sei immer noch ein Tabuthema.

Döring erklärte, dass es in Deutschland bisher lediglich 16 Kinderhospize bei mehr als 40 000 erkrankten Kindern gebe. Umso wichtiger sei es, dass über Spendenaktionen die Arbeit und auch die Strukturen in Bezug auf Kinderhospize erleichtert und verbessert werden. In ähnlicher Weise äußerten sich auch die beiden Bürgermeister. Sie dankten Eckermann für seinen Entschluss, auf Spendentour für eine so wichtige Institution zu gehen. Eckerman selbst betonte, dass bereits im Vorfeld rund 60 000 Euro an Spenden für den guten Zweck zusammengekommen seien. Von den Firmen Holcim und Badenova, am Mittwoch vertreten durch Frank Petersen und Mike Röttger, gibt es bereits feste Zusagen, pro gefahrenem Kilometer einen Euro zu spenden. Und auch weitere Institutionen hätten sich schon dazu bereit erklärt.

Ganz besonders erfreut zeigte sich Andreas Eckermann darüber, dass sich mit Klaus Schaller aus Grenzach-Wyhlen auch eine Ferienbekanntschaft am Startpunkt der Spendentour eingefunden hatte. Beide sind eingefleischte Fans des FC Bayern München und hatten sich im Mai dieses Jahres in Kitzbühl kennengelernt. Sowohl Schaller als auch Bürgermeister Benz begleiteten den Spendentross auf dem Fahrrad bis an die Gemeindegrenze.

Für Lacher am Schluss sorgte Rolf Rümmele. Er spielte für Eckermann „Muss i denn zum Städtele hinaus“ auf der Mundharmonika. Er habe die Tour von Grenzach-Wyhlen nach Sylt auch schon mal gemacht, erklärte er. Und fügte etwas leiser hinzu: auf dem Motorrad.

Alle Infos zur Tour im Internet:
http://www.spendenradtour.de