Grenzach-Wyhlen (vep) Vor acht Jahren haben Gemeinde und HGV ihr Einzelhandelskonzept auf den Weg gebracht. In dieser Zeit gab es Verschiebung, Geschäfte haben geschlossen, neu eröffnet oder ihr Sortiment verändert. Von Montag an wird der Ist-Zustand des Handels in der Gemeinde erneut unter die Lupe genommen.

Eine große Veränderung seither war die Schließung des Edeka-Marktes in Grenzach und die Neueröffnung des dm-Marktes an gleicher Stelle, wie Wirtschaftsförderin Silke d‘Aubert auf Nachfrage erklärt. Aber auch kleinere Veränderungen sollen aufgenommen werden. „Andere Gemeinden aktualisieren ihr Konzept alle zwei Jahre, wir haben das noch nicht gemacht.“ Joachim Schlageter, Vorsitzender des Handwerker- und Gewerbevereins (HGV) hält eine so hohe Schlagzahl auch nicht für notwendig. „Das Konzept soll den Händlern Planungssicherheit geben und ein Invest dauert seine Zeit“, so Schlageter. Das habe man bei dm gesehen. Daher seien Aktualisierungen in Zeiträumen von etwa fünf Jahren sinnvoll.

Ziel der Fortschreibung ist die Definition von Rahmenbedingungen zur zukünftigen Entwicklung des Einzelhandels. „Wir haben da kein konkretes Projekt im Auge“, so d‘Aubert weiter. Gleichwohl seien die Neuen Mitten natürlich im Fokus. Dadurch ergeben sich neue Flächen und Möglichkeiten zur sinnvollen Ergänzung. „Damit steht und fällt der Einzelhandel“, so Schlageter. Mit der Bearbeitung der Fortschreibung wurde das Büro Acocella, Stadt- und Regionalentwicklung, beauftragt. Das Gutachten soll der Verwaltung als objektive und konkrete Grundlage für zukünftige planungsrechtliche Entscheidungen dienen. „Es geht zum einen um die Neuansiedlung von Geschäften, aber auch um die Stärkung der vorhandenen Einzelhandelsbetriebe“, erklärt die Wirtschaftsförderin.

Um einen aktuellen Überblick zu bekommen, werden von Montag, 20. Mai, an alle Einzelhändler interviewt. Die Befragung wird schätzungsweise zwei Wochen dauern. „Abgefragt werden Umsätze, Kundenströme, aktuelles Sortiment und dergleichen“, so d‘Aubert. Aber auch künftige Pläne der Einzelhändler, was Vergrößerung oder Veränderung der Geschäfte angehe, werden abgefragt. „Wir sind auch daran interessiert, Verbesserungsvorschläge zu hören.“

Für Schlageter und die übrigen Mitglieder ist die Fortschreibung des Konzepts wichtig. „Das ist gewissermaßen das Baby des HGV.“